Dez 1 2013

Besuch der Nachbarn…”Gleich scheppert’s”

Der Urlaub in Amrum hat nicht nur Erholung, frische Luft und sehr gutes Essen gebracht, sondern mich auch mit “frischem” Rohmaterial für zukünftige Composings versorgt. Unter anderem jede Menge Pferde und Ponys. Ich hatte zwar auf Schafe und Rindviecher gehofft, die beiden Gattungen trifft man allerdings auf Amrum eher in Form von Lamm-Kotlets und saftigen Steaks auf seinem Teller, als auf einer Weide an. Ein paar Schafe und Rinder habe ich dann doch noch ausfindig gemacht…Da ist bestimmt was brauchbares dabei und ich habe auch schon eine Idee für das nächste Composing…Ob das aber diese Jahr noch was wird? Mal schauen. Hier erstmal mein neustes “Werk”:

Gleich_schepperts

Mit dem Titel, hab ich mich diesmal extrem schwer getan. Also, was ist hier los ? Ein Pferd inkl. ein paar Kumpels im “Schlepptau” möchte dem Nachbarn, seines Zeichens Bassist (na, wat für en witziger Zufall) einen Besuch abstatten und es sieht so aus, als würde der Zossen von dem Gebrauch der Türklinken nicht all zuviel halten. Pferdeschädel gegen Glastür…Alles spricht für einen 10:0 Sieg . Der Hausherr hat bereits fluchtartig das Zimmer verlassen und im Zuge seines übereilten Abgangs, einen Stuhl umgerissen. Der Typ im Fernseher hält sich schon mal die Ohren zu, den: “Gleich scheppert’s!”

Ich bin mal gespannt, was für eine Story euch dazu einfällt…

Da Pferde oft aus dem Zügel flüchten, will ich doch lieber Geflügel züchten
Erich Mühsam, Fröhliche Kunst, 1 (2), Juli 1902, S. 180

 

 


Nov 7 2013

Schiffbruch

Schiffbruch

In den 80zigern des letzten Jahrhunderts gab‘ es so einige Modeerscheinungen und Innovationen. Neben seltsamer Klamotten, Haarschnitten und jeder Menge fast identisch klingender Synthesizer und Drummachine überladener (Auch liebevoll „Rums-Klatsche“ genannt) Pop-Produktionen, gab‘ es die ein oder andere Innovation im Bereich des Musikinstrumentenbaus.

Ned Steinberger (Sohn des US Physik-Nobelpresiträger Jack Steinberger), eigentlich gelernter Bildhauer und Möbeldesigner, stellte bei einer Auftragsarbeit für Stuart Spector (Gründer von Spector® Bass Guitars) fest, dass E-Bässe zum einen, fast immer einen unhandlichen großen Korpus haben und zum anderen zur Kopflastigkeit neigen. Verkleinert man den Korpus nimmt die Kopflastigkeit zu und die “Schwingmasse” nimmt ab. Schlechte Bespielbarkeit und dünner Sound sind die Folge. Vergrößert man den Korpus, eliminiert man zwar die Kopflastigkeit aber durch das hohe Gesamtgewicht “eliminiert” man leider auch die Bandscheiben und Schultern des Bassisten ;-). Ihm schwebte ein Instrument mit einem auf das Mindestmaß reduzierten Korpus vor, ohne die für den vollen Klang nötige Masse zu verlieren. Der Kopflastigkeit entging er, indem er die Mechaniken vom Kopf zum Korpus verlagerte. Keine Kopfplatte = Keine Kopflastigkeit! Mit Holz, dem traditionellen Material, konnte er seine Vision jedoch nicht verwirklichen. Er schaute sich bei den Flugzeugbauern um und fand was er brauchte.Mit Karbonfasern verstärkter Kunststoff war die Lösung für ihn. Nach einigen Prototypen war der Steinberger L2 Bass geboren. Spitzname: „Das Paddel“.

Viele Hersteller kopierten die Idee und der Markt war in kurzer Zeit überschwemmt mit Headless -Bässen (Status®, Schack®, Slapper®, Marleaux®, Hohner® etc.). Aber jede Welle verebbt irgendwann. Die Nachfrage ging plötzlich rapide zurück. Gibson™ kaufte Steinberger Sound ™ und nach und nach verschwanden die Headless-Bässe aus den Regalen und den Händen der Bassisten. Das Leo Fender Design (Fender®, MusicMan®, G&L®) war wieder die Norm, an der sich alles orientierten. Ausnahmen bildeten u.a Spector™ und Warwick™ (Wobei Warwick™ nach ersten Gehversuchen in Richtung Fender®- und Headless-Design, das bereits erfolgreiche Design von Spector’s  (eigentlich Ned Steinberger’s) NS-Spector®-Bässe fast zu 100% für seine Streamer®-Modelle erfolgreich kopierte. Mit dem Thumb®-Bass präsentierten Sie jedoch ein eigenständiges Modell. Super Sound, aber leider stark kopflastig…Schade :-( )

Genug Geschichtsstunde! Zurück zu diesem “Werk”, voller dramatischer Momente ;-) Eines Tages hatte ich mal wieder mein geliebtes „Paddel“, einen Steinberger XL2A® (pre Gibson), in der Hand und ein ziemlich platter Spruch aus längst vergangenen Musiker-Tagen kam mir wieder in den Sinn: “Hey, du solltest das Teil umtauschen. Die Kopfplatte ist abgebrochen und es sieht aus wie ein Plastik-Paddel”

Die fehlenden Bestandteile für mein Bild fand‘ ich übrigens auf Amrum. Klasse Insel, erstklassiges Essen in dem Ort Nebel und viel Bewegung und Entspannung zusammen mit meinem Alphaweibchen. War ein super Urlaub. So, ich muss wieder an mein Cintiq® “Zeichenbrett”. Das nächste Composing wartet schon…

 

Getier  und Bassisten zuerst“ Mipa-Sturmkrähe


Sep 14 2013

Buddha und die Dämonen

Buddha, ein Mensch aus Fleisch und Blut “wie du und ich”, der vor ca. 2.5000 Jahren lebte und ein Menge Gute Ideen hatte, und ein paar rüpelhafte, lamentierende Dämonen, welche sich um jeden Preis, Gehör verschaffen wollen. Buddha hatte bisweilen ein Problem, was wir alle schon hatten und kennen. Welches? Lest weiter…

Buddha_und_die_Dämonen

 

Vielleicht geht es euch ja von Zeit zu Zeit wie mir: Ich will gerade in Ruhe nachdenken, was ich so weiter vorhabe. Mich vieleicht entspannt  an ein Projekt machen…prompt umschwirren mich diverse “Dämonen” und “Quälgeister” und sülzen mir den Verstand weich:

1. Die Faulheit – Hey, jetzt sei mal locker! Das kannst du auch Morgen erledigen! Hol dir lieber was zu Trinken und zu Essen und knall dich vor den Fernseher! Denk’ nicht weiter nach, der erledigt schon den Rest für dich und unterhält dich!

2. Die Selbstzufriedenheit – Mach’ dir keinen Stress! Bleib’ so wie du bist! Warum willst du in deinem Alter noch was neues lernen? Du bist schon O.K., so wie du bist!

3. Die Unsicherheit – Was machst du dir eigentlich vor? Du wirst nie so gut und erfolgreich werden, wie die Anderen! Die reine Zeitverschwendung ist das, was du mal wieder vorhast!

4. Die Gier nach Anerkennung – Das muuuuuss einfach allen gefallen! Aaaaalleeee werden das gaaaanz  Toll finden und dich dafür loben und lieben! Wenn nicht, bist du erledigt!

5. Der Neid – Wie machen die Anderen das nur? Das sind doch alles billige Tricks! Den Ruhm haben die sich nie im Leben verdient! Mit deren Mittel könntest du das auch hinbekommen…Aber so…Lern’ zu tricksen wie die!!!

und hier kommt der Schlimmste von allen:

6. Die Angst sich zu blamieren – Das wird doch bestimmt nichts vernünftiges! Alle werden über dich lachen! Lass es besser direkt sein, versuch’ es gar nicht und verkriech dich wieder!

Diese Rüpel lamentieren und zetern ohne Unterlass. Versuchen mir jegliche Kreativität aus dem Schädel zu hämmern. Mal lieblich bis sanftmütig, mal energisch bis herrisch. Diese verlogenen Kreaturen behaupten, sie wären meine Freunde und wohlwollenden Ratgeber. Es ist so einfach, deren einschläfernden Einflüsterungen zu erliegen. Einfach aufzugeben und sich dem tumben Trott zu ergeben… Falls sich mein Gewissen doch noch regt und fragt, was ich mir zum Teufel dabei denke, mein Leben auf diese Weise zu verschwenden, bin ich schnell mit diversen Erklärung bei der Hand, wie z.B. :

Dass ist der Einfluss der Gesellschaft, des Wetters, der Jahreszeit, meines Jobs oder meiner Mitmenschen. Ich kann da nichts dran ändern. Ich hab’s einfach nicht so drauf wie die anderen. Hätte ich mehr Geld, Zeit, Talent, Einfluss…bla, bla, bla… könnte ich bestimmt mehr aus meinen Leben machen…hab’ ich aber nicht. Das ist halt mein Schicksal…Ach, und eigentlich bin ich damit ganz zufrieden. Alles andere ist einfach zu anstrengend. Das lass ich mir lieber im Fernsehen von anderen vorspielen…und verpenn mein Leben”

Diese Dämonen schleppt jeder von uns mit sich rum! Wir sind diese Dämonen und diese Dämonen sind Wir! Wir labern uns selber in den Schlaf!

Jeder von uns hat es daher selber in der Hand, all den einlullenden Einflüsterungen zu widerstehen, aufzuwachen und stattdessen seinen Inspirationen und kreativen Ideen zu folgen und ein glücklicheres Leben zu führen.

Es gibt nur eine Zeit, in der es wesentlich ist aufzuwachen – diese Zeit ist jetzt”  Siddhartha “Buddha” Gautama 560 – 480 v. Chr. 

 

 

 

 

 

 

 

 


Jul 27 2013

Horsepower

…oder auf deutsch: “Pferdestärke”.

Heute versuche ich meinen bisweilen etwas schrägen Humor aussen vor zu lassen, auf jeglichen Sarkasmus zu verzichten und auf keinen Fall irgendwas in Richtung “Weisheiten aus Nah und (fern)Ost” vom geistigen Stapel zu lassen :-). Nein…Heute geht’s um harte Fakten, schnelle Autos, Hengste mit einem Testosteronspiegel jenseits jeder Skala und um vorwitzige Erdmännchen, welche der Rausch der Geschwindigkeit ebenfalls gepackt hat und diesen Kick als blinde Passagiere, ausgestreckt auf dem Frontspoiler, geniessen.

Horsepower

 

Ein einsamer Highway in Nevada … ähh … genau genommen eine “einsame” schottische Busspur im Zentrum von Edinburgh :-) … die Mähne des Zossen flattert im Fahrtwind, die Reifen qualmen, die Glut der Wüste … sorry, das ist ein Teil des Wattenmeer vor Bensersiel ;-) … Egal, wo war ich…Ach, ja die untergehende Sonne taucht die Szene in eine goldene Flut von Photonen und zollt somit ihren Tribut an dieses Meisterwerk der Renntechnik. Kraft und Eleganz, mühsam am Boden gehalten von martialischen Spoilern…Bla, bla, bla…Ich lach’ mich immer wieder über Kommentatoren oder “Off Voices” dieser Art schlapp :-) Herrlich!

Zurück zu den harten Fakten:

1. Pferdestärke oder PS geht auf Herrn James Watt zurück (Jawohl, der selbe Typ in Sachen Dampfmaschinen, Elektro-Watt usw.)

2. Testosteron, Ein Sexualhormon. Hat jeder in sich (Ja, auch die Weibchen!). Verantwortlich für den frühzeitigen Ausfall von Haaren und jeglicher ethischer Grundsätze :evil: Bei Sportlern übrigens seeeeehr beliebt ;-) Nein, nicht der Haarausfall sondern der kurzfristige Kick in den  ”Mega-Power-Ich-Kann-Alles-Gang”!  Mehr Trieb als Ratio ;-) usw … Ihr wisst schon…Das “Richtige für Richtige Kerle

3. Zosse oder Hauspferd. domestizierte Form des Wildpferdes…Ok, ich hab’ geschummelt. Dat Pääd (Kölsches Wort  für Pferd) in dem Bild ist ein Wildpferd. Genauer gesagt ein Prezewalski-Pferd ”Born to be wild” so zu sagen ;-)

was sonst noch? Ach ja!

4. Nochwas zum allseits bekannte Begriff “Blinder Passagier“…Unglaublich, auch hierzu findet sich was auf Wikipedia :o Ich liebe diese Seite.

Ein gewisser Clarence Terhune war  laut Wikipedia der allererste Blinde Passagier, welcher in einem Luftschiff (Zu dieser Zeit das modernste Transportmittel und die “hipste” Art den Atlantik zu überqueren), für “Lau” wie man hier in der Gegend so schön sagt, den Ozean überflogen hat. Für relativ kurze Zeit war der gute Clarence im Jahre 1928 ein Star und ist nur knapp dem Knast  entgangen…Puh, Schwein gehabt.

Nicht alle hatten so viel Glück…Für einige blinde Passagiere z.B. auf Ozean-Schiffen ging’ es bisweilen nicht so gut aus. Viele bekamen, was man so im Internet lesen kann,  die zweifelhafte Chance, den Ozean in seiner beeindruckenden Ausdehnung und Tiefe, ganz nah und in all seinen Facetten, im Rahmen eines unfreiwilligen Tauchgangs, zu “erforschen“. Je nach Wetter und Region war das ein kurzes, aber extrem intensives Lernerlebniss… :-). Wen auch im Atlantik ein eher einsames und ödes Unterfangen. Im Pazifik hingegen war man schnell per Du mit den einheimischen Raubfischen :evil: und die Einsicht in den jeweiligen Verdauungstrakt war im wahrsten Sinne des Wortes einmalig ;-) und final. Einfach gesagt: “Man ging über die Planke oder wurde Kielgeholt”

Es geht schon wieder los…Der Sarkasmus…Böser, böser Michael :evil: Schäm dich!

Das Foto des Rennwagens (Stewart Team F1 Car) stammt übrigens aus dem National Museum of Scotland. Ich hab’ keine Ahnung, was an dem F1-Flitzer besonderes ist, ob das Team / der Fahrer eine ganz tolle Leistung auf den Asphalt gelegt hat oder warum  zum Teufel das Teil in einem Museum in Edinburgh zu finden ist…Keinen blassen Schimmer. Egal, ich wusste hingegen sofort, als ich es dort entdeckt habe, dass ich so was für meine  Photoshop® Collagen brauchen kann und schoss ein paar Bilder für mein Archiv.

Museen sind 1A Recourcen für solche “Klamotten”! Auf jeden Fall die, wo Fotografieren erlaubt ist ;-) Das National Museum of Scotland Edinburgh ist eins davon.


Jun 30 2013

Exodus – Das Finale Bild

Es ist vollbracht…Und jedes mal denk’ ich: “Boah, war das viel Arbeit. Viel mehr, als beim letzten Bild…!” Totaler Quark…Übrigens, wie so viele Gedanken, die ich mir so im Laufe des Tages mache ;-) . Und wenn ich träume wird das noch unterhaltsamer :lol: … Aber, das ist ein komplett anderes Thema und ich übertreibe mal wieder maßlos.

Also, wo war ich? Ach ja, ich jammerte mal wieder vor mich hin, wie viel Arbeit die Umsetzung meiner Ideen macht :roll: Ja, ja, der “Künstler” gebiert seine Werke unter “Schweiß und Tränen“, im Höllenfeuer seiner eigenen Inspiration :twisted: … Vollkommener Blödsinn :lol: . Zum einen macht es Spaß und zum anderen, gehen mir Bilder dieser Art und dieses Umfangs immer leichter und flotter von der Hand. Ich muss viel weniger, als noch vor ein paar Monaten, überlegen und grüblen, wie ich das Bild bzw. die Vorstellung in meinem Kopf technisch in Photoshop® in ein Bild umgesetzt bekomme. Alles ist Gut, kein Grund zu jammern … Ich hab’ jede Menge Spaß dabei :-P und kann es nur jedem empfehlen. Genug Zeit und Buchstaben geschändet. Hier das Finale Bild:

Der Zoo

 

Eigentlich sollte das ganze in einer sonnigen und leichtherzigen Atmosphäre spielen, aber es kam anders :evil: Dunkle Schwaden verpesteter Luft türmen sich hochhaushoch (gibt’s das Wort überhaupt ;-) ? ) auf und wabern unaufhaltsam in Richtung der letzten existierenden Stadt. Siechtum, Verderben… DRAMA BABY, DRAMAAAAAAAABlade Runner® lässt grüßen … Apropos, Bodennebel:

Dabei erinnere ich mich an einen beliebten Spruch aus meiner (lang vergangenen) Zeit als Requisiteur an der Oper Köln: “Wenn der Regisseur gar nicht mehr weiter weiß, dann greift er gern zum Trockeneis” Ein Brülller  … Oder ? Häh, sagt ihr ? Was ist denn daran sooo lustig … ? Ok, hier kommt die Erklärung zum Witz: Trockeneis in Wasser sorgt für einen herrlichen Bodennebel, ist billig und kaschiert Schwächen im Bühnenbild und der Garderobe … Aber zurück zur Apokalypse:

Der Mond rast auf die Erde zu. Der magnetische Schutzschirm löst sich auf. Die Atmosphäre macht sich mit einem kläglichen “Pfuitt” langsam aber sicher aus dem Staub bzw. in den Weltraum davon. Raben kreisen, in froher Erwartung eines finalen Festmals, über der letzten Bastion der Menschheit. Die Straßen der einstigen stolzen Metropole, angefüllt von in kopfloser Panik herum irrender Menschen, liegen ausgebreitet, gleich einer Speisekarte, zu Füßen der Greifklauen dieser Aasfresser.

Nur ein Team von außerirdische Wissenschaftler, welche wir einfältigen Menschen fälschlicherweise für Insassen eines Zoos gehalten haben, beobachten die, für sie keineswegs überraschende Entwicklung der Ereignisse, gelassen. Sie wussten schon vor Jahrhunderten, dass es eines Tages so kommen würde und versuchten die Menschheit auf vielfältigste Weise zu warnen. Die Menschen interpretierten dies als Kunststücke niederer Lebensformen und sagten nur “Das hast du aber feiiiin gemacht!” … Die Delphine hatten als einziges Mitglied der wissenschaftlichen Expeditionsgesellschaft einen kleinen Erfolg zu verbuchen. Sie überzeugten einen menschlichen Schriftsteller davon, eine Serie von Büchern über das nahende Ende zu verfassen. Die Buchserie wurde ein Erfolg, die Menschen lachten über Titel wie “Macht’s gut, und danke für den Fisch…”, wunderten sich, dass auf einen Schlag wirklich alle Delphine vom Planeten Erde verschwunden waren… Und verstanden nichts :-( … Wie so oft.

Die Delphinen warfen also als erste das Handtuch. Sie gaben es auf, die Menschheit retten zu wollen, und machten sich aus dem Staub.  Der Rest der Expedition hatte nach einiger Zeit auch die Nase voll, und machte sich ebenfalls, auf ihrer jeweiligen Scholle Land (inkl. diversen Souvenirs), auf den Heimweg … Sollen die 2 Beiner sehen, wie sie zurecht kommen.

Exodus, Movement of Jah People” Bob Marley & The Wailers

 

 

 


Jun 24 2013

Exodus – Preview 4.1

Hier noch ein “Nachzügler”:

Pfauen

 

Ich hatte 7 Inseln geplant. Auf einer davon, sollten sich 2 Bären tummeln. Gemacht, getan …und gelöscht :-( Das wurd’ irgendwie überhaupt nichts. So wie, wenn man kocht, man bekommt einfach keinen Geschmack dran und man muss mehr oder minder frustriert feststellen, dass die Zutaten einfach kein besseres Ergebnis zulassen. Es bleibt halt “Laff”, langweilig und entspricht überhaupt nicht der eigenen Vorstellung … :-(

Also zurück an’s Zeichenbrett, in meinem Fall mein geliebtes Cintique® 24″ und den Lightroom® Katalog durchstöbert. Dabei fiel mir der Pfau aus “Spiel einfach weiter” und ein Gusseiserner Pavillon aus einem Museum in Edinburgh in die Hände. Den Felsen, inkl. Wasserspeier konnte ich weiter verwenden.

Ein Schritt zurück ist oftmals der Schritt, in die richtige Richtung…Man darf nur nicht vergessen, danach seinen Weg  fortzusetzen!” sagte schon…ach, weiss der Geier, wer das gesagt haben soll :lol:


Jun 20 2013

Exodus – Preview 4

Die heimlichen Stars des fliegenden Zoos sind die Pinguine.

Pinguine

 

Vögel die nicht fliegen können, sich aber extrem schnell unter Wasser bewegen. Faszinierend , würde Spock sagen! Von Ihrer einzigartigen Technik, einen Kokon aus Luftblasen um ihren Körper herum zu erzeugen, mit dessen Hilfe diese Wunderwerke der Natur sich mit hoher Geschwindigkeit regelrecht aus dem Wasser an Land katapultieren, ganz zu schweigen. Da gab es im National Geographics einen beeindruckenden Artikel drüber. Auch der “Ach, sind die putzig” Faktor ist auch nicht zu unterschätzen. Ständig wird geschnattert, gezetert, rein ins Wasser und wieder raus aus dem Wasser gesprungen. Es ist ständig was los…Fast so wie bei den Affen, aber in eleganterem Outfit ;-). Smoking ist Pflicht bei den Pinguinen. Das ist man dem “Publikum” schon schuldig ;-) Noblesse Obliege in Reinform :lol:

Den Buddha stört das Gewimmel nicht. Er mag die Nähe dieser niedlichen Tierchen einfach und meditiert gerne in ihrer Mitte…Kann ich verstehen :-) Das Moped im Felsen registriert er nicht. Ich hab’ auch keine Ahnung warum es da drinnen steckt. Auf einmal war es da… :lol:

“Last but not Least” der Felsen der Elefanten:

Elefanten

 

Der Kleine soll gerade Unterricht in GO erhalten, hat aber (wie Kinder in dem Alter :-) ) nur Unsinn im Kopf und möchte lieber rumtollen. Der Sozialsinn der Elefanten ist extrem ausgeprägt. Alle passen auf den Kleinen auf und er hat komplette Narrenfreiheit alles auszuprobieren, was ihm gerade so in den Sinn kommt. Wenn er mal zu sehr nervt, bekommt er einen sanften Stups und trabt zu einem anderen Mitglied der Herde. Wenn so gar keiner mit ihm spielen will, tollt er alleine durch’s Revier, wälzt sich im Sand, bespritzt sich und andere mit Wasser oder macht anderen Unfug…Herrlich zu beobachten!

Das erinnert mich an ein älteres Bild von mir, genauer gesagt eine Bilderserie bzw. Strecke:

KoelnerZoo16

 

Hat mit dem Projekt nichts tun, ist auch nichts wirklich tolles, macht mir aber trotzdem immer wieder Spaß anzuschauen.

Zurück zum Elefantenfelsen: Hm…Da müsste ich noch etwas an der Beleuchtung arbeiten. Die Innenaufnahmen sind einfach zu gleichmässig ausgeleuchtet. Alle anderen “Bewohner” des Zoos, wurden bei eigentlich extrem ungünstigen Licht (Zwischen 10 und 13 Uhr im Sommer), im Freien aufgenommen. Die Elefanten fallen da leider etwas aus der Reihe. Vielleicht, platziere ich diesen Felsen unter einem der anderer Felsen, quasi in deren Schatten…Das wäre ‘ne Möglichkeit.

Wir werden sehen. Jetzt muss ich als nächstes erstmal den Hintergrund bzw. die Bühne entwerfen. Ich hab’ schon einige Ideen…Mehr dazu in den nächsten Tagen, Wochen, Monaten, Jahren, Jahrzehnten. :lol:

Das wird (mal wieder) umfangreicher und langwieriger, als zunächst gedacht. Egal…Ich hab’ Spaß damit!

Der Weg ist das Ziel“, sagte schon Konfuzius


Jun 19 2013

Exodus – Preview 3

Wenn ich den mal in den Zoo gehe, faszinieren mich die Affen am meisten. Egal ob in einer Dschungellandschaft oder auf dem obligatorischen Affen-Felsen. Ständig ist was los, alle interagieren miteinander und die Zeit vergeht wie nix, während ich das Gewusel beobachte. Mir kommt es so vor, als hätte jedes Mitglied der Affen-Gemeinschaft eine spezielle Aufgabe.

 

Affen

Es gibt den Wächter auf seinem erhöhten Beobachtungsposten mit dem nachdenklichen Gehilfen an seiner Seite. Am Fels klettern die Abenteuerer und Forscher und werden dabei von einem neugierigen Zuschauer beobachtet. Auch die Körperpflege kommt, wie man weiter hinten im Bild sieht, nicht zu kurz. Unter dem Baum werden die aktuellen Tagesthemen diskutiert oder ausgeschwiegen ;-) und rechts zeigt die Mutter ihrem Sprössling, wie man tanzt…

Nach den Affen kommen für mich die Giraffen. Wie die ihre extrem langen Beine und Hälse koordiniert kriegen ist mir ein Rätsel. Die Interaktion ist nicht soooo spektakulär, wie bei anderen Insassen des Zoos. Hier fasziniert mich eher die Eleganz und Gracie, mit der sich diese Schönheiten bewegen, die Blätter von den Bäumen rupfen oder einfach nur daliegen und diese seltsamen Zweibeiner hinter der Absperrung beobachten.

Giraffen

 

Ich muss da immer an Tänzerinnen einer Las Vegas Show denken…Ok, für manchen weit hergeholt, aber im Reich meiner Fantasy der ganz normale “Wahnsinn” :lol:

Apropos Gelenkigkeit der Giraffen. Hier noch ein prima Beispiel dafür, was ich in eine meiner ersten Collage eingebaut habe

20120414Composing01

 

Falls jetzt jemand denkt :”Mit Photoshop® kein Problem, das hat der doch so hingebogen…” muss ich euch enttäuschen. Das können Giraffen wirklich aus dem Stand und ich hatte einfach das Glück, genau im richtigen Moment da zu sein und abzudrücken. Ja, Juckreiz treibt auch Giraffen zu Akrobatischen Höchstleitungen, welche eines Schlangentänzers würdig wären… :-)

Rheinländische Weisheit des Tages: “Jöck is schlimmer als Ping“*

*Juckreiz ist schlimmer als Schmerz


Jun 18 2013

Exodus – Preview 2

Diesmal lautet das Motto: “Tod, Vergänglichkeit oder die Endlichkeit des Seins”. Wie der Kölner, in seiner unnachahmlich Art es so mitfühlend auf den Punkt bringt: “Wat fott es, bliev fott!”

Dieser Felsen beherbergt einen tiefenentspannten Bison. Er kaut seine letzte Mahlzeit inkl.  seinem bisheriges Lebensweg noch mal ordentlich durch und sinniert derweil, wie das die Insassen eines Zoos so zu tun pflegen, über die Endlichkeit seiner physischen Existenz :lol:

Bison

In nächster Nähe findet sich seine exklusiv für ihn angefertigte Lebensuhr, welche mit jedem Tick und Tack das unausweichliche Ende seine weltliche Existenz einzählt. Bei seiner Leibesfülle kann das natürlich keine Taschen- oder Sanduhr sein. Das muss schon größeres Kaliber her…Na, klar: Eine massive Standuhr.

Einer seiner Ahnen streckt seinen Schädel aus dem Fels und versucht in aufzumuntern: “Hey, Mann! Relax…Dein Leben ist endlich, also mach’ das beste aus der Zeit, die du auf der Erde verbringen kannst und warte nicht auf ein evtl. Leben nach dem Tod oder den Frieden der Gruft. Soooo doll ist das hier unten nicht, kann ich dir sagen. Ohne Fleisch auf den Knochen machen bestimmte intime Tätigkeiten hier unten einfach nicht mehr richtig Spaß :lol: …Wenn du verstehst, was ich meine ;-) Also, leb’ dein Leben, komm’ mit dem klar was du hast, sehn dich nicht andauernd nach Dingen und Lebensumstände, die dir gerade nicht zur Verfügung stehen, in der wagen Hoffnung, dass dann alles “besser” würde. Lass den Gedanken “Ach hätte ich doch…dann könnte ich auch…” nicht zu deinem alltäglichen Mantra  werden. Leb’ im Hier & jetzt, mach’ das beste aus der Zeitspanne, die dir zur Verfügung steht…Ach ja, noch was. Sei nett zu dir und den anderen Tieren in diesem Zoo”

Apropo Vergänglichkeit von Ruhm und Macht…Ich werf’ das folgende einfach mal ein ;-)

Im Alten Rom gab es einen Brauch, dass hinter dem glorreichen Feldherren, z.B. während einer Siegesparade, immer ein Sklave einen Lorbeerkranz über den Kopf des Siegreichen hielt. Das ist aber nur der erste Teil seine Arbeitsplatzbeschreibung. In regelmässigen Abständen flüsterte er dem Held des Tages folgendes in’s Ohr: Bedenke du bist sterblich, alles vergeht, auch dein jetziger Ruhm und deine Macht!

Das wäre auch was für die Mächtigen unserer Zeitepoche…z.B. Ein Angestellter der Stadtverwaltung hält dem Oberbürgermeister der Stadt Köln, nach gewonnener Wahl oder irgendeinem anderen gelungenem politischen Schachzug, einen Tag lang einen Flönzkranz* über seinen Kopf und flüstert seinem Chef regelmäßig zu: ”Leeve Jung. Och du bess ens duud. Ob dä anderen Sick, hilft dat janze Jeklüngel dir uch nit mie wigger. Wat fott es, bliev fott!“** :lol:

*Blutwurst in Kranzform (Traditionsreiche Delikatesse in Köln und Umgebung. Gehört zu Köln, wie Kölsch & Karneval)

**Lieber Junge. Auch du wirst eines Tages das Zeitliche segnen. Im Jenseits hilft dir dein Talent für geschäftliche Transaktionen auch nicht mehr weiter. Was vergangen ist, bleibt vergangen!


Jun 17 2013

Exodus – Preview 1

Preview” oder “Making Of…” Ich konnte mich nicht entscheiden, was besser klingt. Ja, Ja…man kann natürlich auch “Vorschau” oder “Herstellung von…“, schreiben. Klingt aber nicht so gut…Oder? Egal…Ich stöberte neulich mal wieder in meinem Archiv in Lightroom® rum, und fand Fotos vom Kölner Zoo.  ”Da sind ein paar witzige Bilder dabei”, dachte ich mir ,”Einige davon habe ich ja schon veröffentlicht (Fotocommunity®, 500px® etc.), aber da kann ich bestimmt mehr draus machen”.

Dann erinnerte ich mich an ein Bild von Uli Steiger, mit dem Namen Powered by Nature und die Idee für meine nächste Collage war geboren. Na ja, die Idee mit den fliegenden Felsen und irgendwas drauf ist jetzt nicht sooo neu und stammt mit Sicherheit nicht vom Uli (Seine Interpretation bzw. Umsetzung ist aber einer der Besten). Neee, die Idee ist eher schon ein Klassiker. In den 1970iger und sogar  noch 1980ziger, war dieses Motiv, in der einen oder anderen Form und Variation, in jedem (WG-)Zimmer eines Hippies, Freaks oder Polit-Aktivisten (Oder Leute, die glaubten welche zu sein… ;-) ) zu finden. Daneben zierte fast immer ein Dali-Poster die Wand und ein Escher durfte natürlich auch nicht fehlen :-). Überlagert wurde alles von einer zähen Patina, mühsam  mittels der eigenen Lunge destillierten  und auf die Wände gehauchten Qualm, von unzähligen selbst gedrehter DRUM®-Zigaretten, meistens verfeinert mit irgendwelchen Harzen, aus Pflanzen mit deren Fasern man auch Rohrverbindungen abdichten kann. Auf dem Boden hockend gab es dazu noch noch jede Menge, in Rotwein getränkte Statements und Weisheiten, über die politische Lage im “Spießer-Staat-Germoney” und der Welt überhaupt, der neusten Platte von irgendeinem Musiker, welcher die Erleuchtung gerade erlebt (oder knapp verpasst) hat und diversen Tips, wie man seine Tabla stimmt oder den Gestank einer schlecht gegerbten Tasche aus Marokko erträgt, ohne grün anzulaufen :lol:….Aber ich schweife ab und werde mal wieder unsachlich… :-)

Los ging’s mit dem Felsen,

Fliegender_Felsen

 

dann noch eine Gruppe Flamingos drauf,

Flamimgos

 

und fertig ist der erste Felsen…War mir dann aber doch noch zu langweilig. Da ist einfach zu wenig los!
Also noch ne eine Schippe “Surrealismus” und “unmögliche Größenverhältnisse” inkl. “unlogischer Perspektiven” drauf

Flamimgos_(Alternative)

 

Fertig! “Pink Power Rules!”…

In dem Sinne, morgen geht’s weiter, mit bestimmt viel mehr :-) und dem ein oder anderen Schwank aus dem letzten Jahrhundert(en)…Versprochen :twisted: