Mai 12 2013

Duo

Tja, jetzt sind schon ein paar Jahre vergangen, seit dem ich aus dem “aktiven” Musiker-Zirkus ausgestiegen bin und “nur” noch in meinem Homestudio Musik mache. Nach ein paar Monaten kompletter Abstinenz vom Bass- und Stickspielen, fing’ ich wieder an zu üben und fand’ meine alte Begeisterung und Spaß an der Musik wieder. Dank’ Aebersold Play-A-Longs, Logic und natürlich jeder Menge CD’s (alle in iTunes archiviert) wird mir beim Üben, Ausprobieren und Aufnehmen nie langweilig.

Aber iMac, Logic, iTunes, Garageband und Co. KG  alleine wurden mit der Zeit etwas eintönig ;-) und vorhersehbar. Also inserierte ich in diversen Musikzeitschriften und Foren im Internet und brauchte nicht lange zu warten. Darf ich vorstellen, mein Duo-Partner:

Duo

 

Ähnlichkeiten mit einem der (Neben)Darsteller aus dem Remake von Battlestar Galactica ist alles andere als zufällig. Nach Einstellung der Serie verfiel er in tiefe Depressionen und macht nun einen Selbstfindungsprozess durch. Er hofft eines seiner früheren Hobbys hilft ihm da weiter…Ich bin da ja skeptisch, wie man sieht, aber wer will einem Cylonen schon was abschlagen :-)

Im Ernst: Ich bin gespannt, ob ich je wieder Lust auf eine Band bekomme. Ich glaub’ eher nicht. Warum auch? Es war eine tolle, aufregende aber leider auch extrem nervige und frustrierende Zeit. Kommt mir heute vor wie ein ganz anderes Leben eines anderen Menschen, den ich mal kannte…Ich will nicht mehr zurück, das bin ich nicht mehr, wenn ihr versteht, was ich meine. Nie hatte ich in meinem Leben soviel Zeit wie jetzt, für meine “heimliche Liebe”, dem Jazz und dem Chapman Stick® (Das ist das “Ding”, was ich in den Händen habe). Regelmässiges Einkommen und keine Existensängste  steigern den Lebenskomfort übrigens auch ungemein ;-) Und Last but not Least, fand ich zurück zur Fotografie und heiratete die Liebe meines Lebens (nach 12 Jahren Training in Wilder Ehe :lol: ; Und wild war es bisweilen ;-) )…All’ das würde ich für nichts in der Welt mehr eintauschen.

 

Laufe nicht der Vergangenheit nach und verliere dich nicht in der Zukunft. Die Vergangenheit ist nicht mehr. Die Zukunft ist noch nicht gekommen. Das Leben ist hier und jetzt

- Siddhartha Gautama aka Buddha


Mai 9 2013

L’art pour l’art – Kunst als Selbstzweck

Ein alter Schnappschuss von mir: Ich stand zufällig unter der Brücke (Das müsste übrigens in Vancouver / Canada gewesen sein), guckte nach oben, war begeistert und drücke ab…Abgesehen von der S/W-Nachbearbeitung, war’s das auch schon. Ein “Kunstwerk” war geboren oder doch nicht?

Snapshots2005-2008_0542

Kunst liegt (wie auch Schönheit, Geschmack etc.), im Auge des Betrachters. Man sieht etwas, was einen anspricht, wie zum Beispiel diese Brückenkonstruktion. Fokussiert und drückt ab. Braucht eine Fotografie immer mehr als das, um als Kunst angesehen und genossen zu werden? Anders gefragt: Muss einem Kunstwerk immer ein komplizierter, über Jahre (an)trainierter und perfektionierter, handwerklich anspruchsvoller “Schaffensprozess” vorangehen damit man es, ohne rot zu werden, als Kunstwerk bezeichnet?

Ich ertappe mich immer wieder bei Gedanken wie diesen: “Oh, das ist jetzt aber zu simpel. Der Ausschnitt ist nicht wirklich perfekt, es rauscht etwas, da es mit einer kleinen Point & Shoot Kamera und nicht mit meiner “Super-Duper” Canon 5D mkII inkl. Batteriegriff und L-Objektiv aufgenommen wurde. Oh, Mann, über das Foto lacht bestimmt jeder in der Foto Community®, dass veröffentliche ich besser nicht….”Haaaaalllllt Stop!!! Was mach’ ich da eigentlich? Fast wäre die Falle zugeschnappt! Puh, das war knapp :-) So ein Quark…Ich hatte Spaß bei der Aufnahme, bei der Bearbeitung und auch nach Jahren und vielen weiteren Bildern und Weiterentwicklung meiner Fähigkeiten, schaue es mir immer wieder gerne an. Ich mag’ das Bild einfach. Für die einen ein Schnappschuss – Für die anderen ein Kunstwerk. Who cares? Verdammt, was will ich mehr?

Was mir immer wieder hilft, ist meine kleinkindliche Begeisterung, so weit ich mich daran erinnern kann, vor meinem geistigen wieder Auge aufleben zu lassen. Es gab’ kein Richtig oder Falsch. Kein Schön oder Hässlich. Stolz und Freude stellten sich bei jedem “Kunstwerk” ein, das man mit seinen kleinen und vollkommen untrainierten Finger und seiner naiven Kreativität, ohne jeglichen Hintergedanken geschaffen hat. Und das tollste: Alle sagten einem, wie schön man das gemacht hätte. Na ja, fast alle, Oma & Opa war ich meistens ein Dorn im Auge, ich konnte so gut wie nichts richtig machen :-( Aber das ist eine andere Geschichte und hat nicht all zuviel Schäden hinterlassen ;-) Aber zurück zur Freude des “Künstlers” :-) Aus dem Kleinkind, wurde ein Kind, ein Jugendlicher, ein Erwachsener und die Ansprüche wurden immer größer. Der Vergleich mit anderen trieb einen vorwärts, seine eigenes Können immer weiter zu verbessern. Man erntete Lob, Kritik aber auch Schmähungen. Aber all das stachelte einen weiter auf, besser zu werden und alle von seinem Können zu überzeugen, die Kritiker zum verstummen zu bringen, von allen geliebt und respektiert zu werden…Endlich Glück und Harmonie zu finden! Aber es gibt so viele da “draußen” und die, die einen gerade noch toll fanden, ignorieren einen im nächsten Moment. Hm…was kann ich nur tun?

Einfach weiter dem eigenen Instinkt folgen, sich von den anderen gerne inspirieren lassen, aber  niemals deren und den eigenen “Erfolg” zum Maas aller Dinge werden lassen! Sich selber nicht so bierernst zu nehmen hilft natürlich auch immens! Mit sich selber (und seinen Mitmenschen) nett und verständnisvoll umzugehen, hilft noch mehr ;-)

Kunst aus reine reiner “Spaß an der Freude”, ”Kunst um der Kunst willen” oder wie der Franzose sagt: “L’art pour l’art”. Respekt, Zuneigung und eine ordentliche “Ego-Massage” sind nur extrem kurzweilige Nebeneffekte. In maßen genossen einfach Spitze! Aber, unbemerkt und schleichend können diese zu einer Droge werden, in deren Abhängigkeit man schließlich glaubt, ohne einen regelmäßigen “Schuss”, nicht weiter kreativ sein zu können…In dem Sinne ;-) Aufpassen und täglich dass eigene Ego im Auge behalten…Man weiss nie so richtig, was es gerade wieder anstellt :lol:


Mai 1 2013

Monorail oder Rollercoaster?

Und Schwups, ist fast ein Monat seit dem letzten Blog-Eintrag vergangen. Dabei hatte ich soooo gute Vorsätze. Ich wollte jeden Tag ein Bild aus meinem Fundus (inkl. mehr oder wenig sinnigem Kommentar) ins Netz bzw. in meinen Blog stellen…Tja, das war wohl nichts :oops:

Ich hab’ halt immer mehr Lust auf aufwendige Collagen bekommen, na ja, und die sind halt….ähhh…was die Zeit angeht, extrem “Gefrässig”. Alles dauert immer länger als geplant und ich probiere natürlich auch jede Menge aus. 5 Schritte nach vorne, 1 wieder zurück, 6 nach vorne und 4 wieder zurück usw. Ach, genug gejammert :D

Hier mal was “leichte Kost” für zwischendurch:

Las_Vegas_Monorail

 

Ein Remake von “Las Vegas Monorail”. Der Strudel-Filter in Photoshop® ist einfach der Hammer. Dazu noch diverse Strukturfilter und SW-Konvertierung mit SilverEfexPro®. Hat riesig Spaß gemacht und mich auf neuen Ideen gebracht. So ein “Schnellschuss” ist bei allem “Gefrieckel” mit Collagen extrem entspannend :roll: und muss einfach mal sein.

Ein Schnappschuss kommt selten allein. Hier noch einer aus dem Fundus, relativ unbearbeitet (Klassische SW-Konvertierung in Aperture®):

Snapshots2005-2008_1462

 

Stammt auch aus Las Vegas. Das war im Sommer 2007 (Mensch, wie die Zeit vergeht :shock: )und ich hatte zur der Zeit nur eine kleine Nikon Coolpix® 2200. Perfekt für Snapshots, wenn man wenig Geld zur Verfügung hat. Ah, da erinnere ich mich gerne dran: Mein erster USA-Aufenthalt, 54°C, keine Wolke am Himmel und kein Wind….Auf der Strasse hielt man es nicht lange aus und ich lernte die Erfindung der Klimaanlage ganz neu zu schätzen :D . 14 Tage waren wir da, der “Öpen” und ich. Er zeigte mir all’ die Casinos, die er noch von früheren Besuchen kannte und staunte nicht schlecht, wie dieser “Vergnügungspark-Extreme” sich seit seinem letzten Besuch wieder mal verändert hat. Wir haben jeden Abend eine andere Show besucht und es uns davor / danach in einem der vielen Restaurants, Bars und Lounges gut gehen lassen… Nochmal und immer wieder: Danke Norbert :D und nicht nur dafür…

 

 


Apr 6 2013

Spiel einfach weiter…

egal wie abgedreht und surreal die Welt um dich herum ist, wird oder vielleicht schon immer gewesen ist…Immer weiter üben, spielen und niemals den Hunger nach neuem und den Spaß an der Musik / Kunst verlieren :D !

ChapmanStick01

 

Das war der Gedanke bei diesem Bild, macht aber nicht so viel her, wie das folgende “Pseudo Freud Geschwafel”. Aber zuvor schnell das “Psycho- und Kunstanalyse  für Dummies” Buch aufgeschlagen und munter drauf los interpretiert :roll:

DISCLAIMER: Wer die folgenden Zeilen toternst nimmt und ohne jeden Sinn für Satirik & Humor sich einverleibt und dabei keine einzige Miene verzieht, ist erstens selber schuld und sollte zweitens zeitnah eine Gesprächstherapie bei dem Menschen seines/ihres Vertrauen anstreben :lol:

Was bekommen wir hier zu sehen? Ein eitler Pfau besucht seine Roboter-Geliebte und ein putziges Erdmänchen schaut einem Typen zu, wie er ein ziemlich seltsames Instrument spielt…was wollte uns der Künstler verschweigen:

- Der Chapman Stick® (so heißt das Instrument übrigens) ist eindeutig phallisch…Oh, das fängt schon mal gut an. Phallisch ist  immer, d.h. für einige erst nachdem sie ein Wörterbuch gequält haben, ein “Brüller” und bei Jung und nicht mehr so Jung immer noch sehr beliebt. Die perfekte Synthese zwischen “Erotik & Wissenschaft” und darüber hinaus klingt Phallus nicht so “schmuuuuutzig” :evil:  wie einige anderen Bezeichnungen für dieses Teil der männlichen Anatomie :-) Und dann schwingt immer der Begriff “Pe…Neid” mit…Ach Herrlich, aber weiter im Text…

- Der Pfau besucht in seinem besten Federanzug, seine bisweilen etwas kaltherzig und mechanische Geliebte. Er wirft kurz vor der Haustür noch einen gelangweilten Blick auf den Stickspieler im Hof…tja…ääääh…Ah jetzt hab’ ich es: Eindeutig, Neid! Der Musiker empfindet Neid gegenüber seinen männlichen Mitbewerbern um die Gunst der Damen aus Nirostastahl®, und fühlt sich denen seit frühester Kindheit unterlegen. Der Pfau oben auf der Treppe des Lebens und der Musiker (Ab hier betiteln  wir die “arme Wurst” als Patient) unten im Hof, Unterste Etage…Am Ende, Ganz unten…”Ende Gelände” :-( . Er, der Patient, ist neidisch auf den Status und die dazu gehörenden Symbole (Extravagantes Federkleid, lange Feder(n) am Hinterteil, die man auf beeindruckende Weise aufrichten kann… etc.) und bringt dies in Form seines aggressiven “Underdressings” mittels Rollkragen, Jeans und Turnschuhe und seiner herausfordernden Versunkenheit in der Musik und dem Spiel zum Ausdruck. Quasi das “Steve Jobs Memorial (Kampf)Outfit”…Ja ich weiss, Rollkragen ist kein Turtleneck…Aber wer will da so kleinlich sein :-) . Klasse! Weg von der schnöden phallischen Erotik und mittels einem gewagten Kopfsprung mitten rein in das sozialkritische Flachwasser…Boing und Schädelbruch…Herrlich…und weiter geht’s auf unserer schwindelerregenden Achterbahnfahrt der Gehirnpupsakrobatik ;-) Es wird noch schlimmer :twisted:

- Was jetzt? Noch nicht drauf gekommen? Ist doch klar: Frauen haben für den Patienten einen Panzer aus Stahl, um ihr verletzliches Innerstes zu schützen und abzuschirmen…Nur durch die Augen, kann mann die Glut im Inneren der Damen erahnen. Mechanisch und abwartend lauern sie im Hintergrund und ziehen den Typen mit dem bunten Federanzug vor…Ah, wir kommen der Sache näher…Quasi dem Kern bzw. Inhalt der Dose (evtl. Wortspiele sind unbeabsichtigt und reflektieren nur die schmutzige Fantasie des Lesers). Weibliche Roboter…hm…mal was anderes und seit Metropolis®  nicht also oft anzutreffen in Kunst, Film und Stamtischrunden ;-) Legt eine Roboter-Dame Eier? Na, ja ich hab’ den Pfau ins Spiel gebracht, also gehen wir mal im Zusammenhang evtl. Paarung von Pfau und  seiner Robotlady davon aus…Vieleicht legt sie ja dann Eierhandgranaten :lol: Na, war das ein Brüller? Ein Schenckelklopfer par excelence? Dieser billige Scherz inkl. unterirdischem Wortspiel seih mir verziehen. Ich bin mit Musik ist Trumpf, Der Blaue Bock und anderen TV-Shows der 70ziger und 80ziger  aufgewachsen…Das hinterlässt tiefe seelische Narben :lol: Aber keine Angst, das wird bestimmt noch schlimmer :mrgreen:  Stop, ich verzettle mich. Weiter geht’s zum vierten Teil und grandiosen Abschluss der “Bild-Analyse”.

- Wenden wir nunmehr unsere Aufmerksamkeit auf das putzige, neugierige und aufmerksame Publikum in Form eines einzigen Erdmännchen! Klar wie Kloßbrühe: Alleine der Größenunterschied zwischen Stickspieler und Publikum sagt doch schon alles :roll: Der Patient (Musiker, Künstler etc.) fühlt sich seinem Publikum maßlos überlegen :twisted: und kompensiert mit dieser Darstellung seiner selbst, seine tief empfundene Unterlegenheit gegenüber dem Pfau und seiner Geliebten, indem er das Publikum auf ein einziges, winziges, nervös piepsendes Erdmännchen reduziert, was mit unproportional großen Augen verzückt seinem Gedudel lauscht…Alleine schon die Positionierung im Mittelpunkt des Composings, Dead Center wie die Amerikanische Fachpresse dazu sagt ;-) , bestätigt die egozentrische Grundhaltung des Patienten… :lol:

Tja…Dann ist ja alles klar…Oder doch nicht?…Ach, wenn das alles so einfach wäre :?

Waaaas? Ihr haltet das vorangegangen Geschreibsel für übertrieben? So was gib’s nicht? Dann schaut doch mal Freitag-Abends zur Prime Time in ein paar der  ”Dummschwätzer-Talkshows” rein. Jeder Promi, der es gerade nötig hat, Werbung für sich zu machen, wird dort eingeladen und gibt vor der versammelten TV-Nation, egal ob er oder sie Ahnung vom Thema der Sendung (z.B. “Naher Osten: Gibt es noch ein Chance für den Frieden?” oder “Hat Aids die Gesellschaft verändert?” etc.) hat oder nicht, sein oder ihr halb gares, emotional geladenes Pseudowissen inkl. Analysen der Situation in Kunst & Kultur und natürlich dem Weltfrieden zum Besten. Weltpolitik, Kunst, die eigene Kindheit, Gerüchte oder der nächste eigene Film /CD/Buch…You name it, werden hier auf  verblüffend hirnerweichende Weise eingebracht, simplifiziert, von den anderen Gesprächsteilnehmern und den Moderatoren kritisch analysiert, in einem Pott geworfen und mit dem Stimmungsmache-Löffel umgerührt…Hilfeeeee :?

Noch besser sind Sorgentelefone, welche inkl. menschgewordenen Pyscho-Soziologen-Anrufbeantworter ihren Weg ins Fernsehen zu nachtschlafender Zeit gefunden haben…Egal, wenn die Masse daran Spaß hat…Prima, setzt euch davor….“Jeder wie er mag’”, so lange er/sie dem anderen nicht “weh” tut…Peace :P

 

PS.: Mehr zu dem Chapman Stick® findet ihr u.a. auf der Firmenwebsite  des Erfinders und Herstellers, Emmett Chapman und natürlich auf YouTube®. Ihr müsst unbedingt Bob Culbertson und Greg Howard in Aktion sehen!


Apr 1 2013

Hexenmix®

Du bist beim Hexenexamen durchgefallen wegen schlechter Noten im Bereich Tränke und Gifte? Dir brennt selbst simpler Molchsud im Kessel an? Kein Problem…Der Hexenmix® schafft zukünftig Abhilfe: Er misst alle Zutaten, rührt, hackt und erhitzt alles mit genau der richtigen Temperatur und für den exakt bemessenen Zeitraum.
Teufelswerk
Der Hexenmix® aus dem Hause Teufelswerk® macht waaaaahnsinnig Spaß…Wie man unschwer an dem ziemlich “durchgeknallten” Blick meiner Frau erkennen kann ;-)

Oh mein Satan! Wie konnte es nur dazu kommen :evil: ????????

Mein vielgeliebtes (Ehe)Weib beobachtet, mal mehr und mal weniger skeptisch :-) , was ich so in Sachen Photoshop® an meinem iMac® und Cintiq® “treibe”. Eines Tages fragte Sie mich: “Warum machst du nicht mal ein Composing mit mir?” Meine ehrliche Antwort kam prompt: “Weil du nie wolltest…”. Nach einem relativ kurzen Geplänkel (Hab’ ich nie gesagt…Doch hast du…Quatsch, ich fand’ die Idee schon immer toll…bla, bla usw.) kam die typisch weibliche Antwort:”Egal, was ich damals nicht wollte, oder gesagt habe…Jetzt will ich :-o  Morgen wird  fotografiert und anchließend Photoshop® zum qualmen gebracht! Und trödle nicht rum, nächstes Wochenende will ich das fertige Composing auf meiner Website veröffentlichen ;-) Zack, Zack und ab dafür :twisted: .

Prima, was soll’s den werden, frag’ ich mein Alphaweib(chen)? Tja, Öh…na irgendwas abgedrehtes…So halt…Ach’ lass dir einfach was einfallen!

Kaum waren diese Worte verklungen, setzten sich meine kreative grauen Zellen in Aktion: Mein Frau hat viele Talente und Leidenschaften…Kochen gehört weder zu der einen, noch zu der anderen Kategorie :lol: . Versetzt euch zurück in eure Schulzeit, genauer gesagt in einer der Chemie-Stunden, in denen ihr den Auftrag bekamt, selbst ein Experiment durchzuführen, z.B. Seife kochen. Alle Zutaten in den Topf, rühren und (bevor der Lehrer rettend eingreifen konnte) die ganze Pampe mit fasziniert verklärten Blick anbrennen lassen…”Tschuldigung Herr Lehrer, das Blubbern sah’ sooo interessant aus, ich konnte nicht aufhören zu rühren und zuzugucken…” :D .

Ein kleines Beispiel aus unseren gemeinsamen Vergangenheit: Was z.B. Rührei werden soll, wird unter Ihren Händen und faszinierten Blicken zu einem Pfannkuchen, welche die Konsistenz von Teerpappe erreichen können und jederzeit als Ersatz für Schieferplatten im Bereich der Hausverkleidung herhalten können…Ok, Ok ;-) , ganz so schlimm ist es nicht…Aber Übertreibung macht anschaulich! Sagt jedenfalls meine Frau, und die muss es wissen! :lol:

Alles kein (Ehe)Problem, ich koche und sie wäscht, den Rest erledigen wir gemeinsam…Alles ist gut! Dann bereicherte der  Thermomix® unser alles andere als tristes Küchenleben :P

Und das kam so: Eine Freundin schwärmte uns eines schönen Tages von einem neuen Wunderding der Küchentechnik vor. Dem Thermomix® aus dem Hause Vorwerk®. Im Zuge ihrer Beschreibung des Teils reihte sich Superlative an Superlative und die Augen meiner Frau fingen an zu leuchten (Hatte ich schon erwähnt, das ihr Kaufen Spaß macht?) Es gab’ kein Halten mehr und Sie schleppte mich zu einer Vorstellung des Thermomix® durch einen Profi von Vorwerk® im privaten Kreis. Es schneidet, hakt, malt, wärmt und kocht temperatur- und zeitgenau. Und darüber hinaus hat diese “Krönung der Schöpfung” ;-) eine eingebaute Waage, einen Dämpfeinsatz, einen s.g. Varomat® Dämfaufsatz und hätte es dazu noch Arme und Beine, würd’ ich ihm meine Autoschlüssel in die Hand drücken und es einkaufen schicken :lol:

Wenn man der Verkäuferin so zuhörte und zusah’ (Man konnte auch selber Hand anlegen) hätte man den Eindruck bekommen können, das Ding macht alles selbst, alles gelingt und das altmodische Kochen am Herd ist längst passe und überflüssig…”Selbst berühmte Fernseh’ Köche greifen darauf zurück” :-o . “Reality Distorsion Field” in voller Aktion :roll: .

Meine Frau kaufte, kochte und siegte! Hey, ich war wirklich von den Socken…Echt Lecker und wirklich “Küchenstümper” sicher, so lange man sich haargenau an die speziell dafür geschrieben Rezepte hält, die es (Welch Wunder) auch bei Vorwerk® zu kaufen gibt (Ja, meine Frau kauft wirklich gerne ;-) ).

Also, kein Wunder, dass die Bildidee relativ schnell Formen annahm. Klar, der Hexenmix® von Teufelswerk® inkl. adäquater Einstellmöglichkeiten und höllisch guten Features war geboren. Na ja, und wo kochen Hexen? Natürlich auf dem Friedhof. Tierische Zuschauer sind bei mir Pflicht ;-) und es muss natürlich richtig was los sein in dem Topf.

Teufelswerk(Ausschnitt)

Diverse zum Thema passende Knopfbeschreibungen und Symbole, ein Kardiograph, Blut- und Dreck komplettieren die Maschine. Als Krönung dann noch dieser Gesichtsausdruck meiner Frau…Das hat Spaß gemacht!


Mrz 15 2013

Headshot

Die endgültige, aber glücklicherweise extrem kurzfristige Erfahrung einer verlorenen Runde in dem “kurzweiligen Zeitvertreib”, genannt  ”Russisches Roulett”, ist nicht Thema dieses Eintrags.

Ich versuche mich nur etwas näher am Zeitgeist zu orientieren und meinem sowie so schon stark vorhandenen Hang zu Anglizismen (noch mehr) freien Lauf zu lassen. Abgesehen davon, macht der Titel neugierig…oder 8-) ?

Hier erst mal mein “Selbstbildnis”, Portrait oder halt Headshot:

Projekt_20120607_Mipa01_Composing

Ihr müsst euch zum Thema Portraits, sorry …”Headshots“, unbedingt Peter Hurley’s Kurs(e) auf kelbytraining.com anschauen. Sympatischer Typ mit jede Menge Erfahrung aus seiner Zeit als Model, und darüber hinaus sehr unterhaltsam. “Tschäbäng” ist übrigens sein “Kampfruf” wenn was richtig gut läuft während eines Foto-Session. Dazu kommt dann noch die  ”Borisbeckergedenksiegerfaust” und abgeschmeckt wird dieser geradezu vulkanartige Gefühlsausbruch mit einem saftigem und unumstösslichen “YEAH”. Sieht witzig aus und man freut sich mit ihm :lol: .

Aber zurück zur Überschrift: Peter nennt ein Portrait Headshot, also direkt und schamlos übersetzt wird daraus dann : Kopfschuss…Das tut übrigens nicht nur er, sondern das scheint in USA-Land (z.B. bei dem Video Podcast “The Grid”) sehr gebräuchlich zu sein.

Um das weiter zu spinnen würde dann aus einem Hochzeitsfoto ein Weddingshot, aus einem Foto der glücklichen Braut inkl. Brautkleid, ein Fullbodybrideshot und aus einem Bild der Hochzeitstorte, ein Weddingcakeshot.

Hm…das klingt für mich irgendwie seltsam…Spätestens nach Cakeshot habe ich den Terminator® vor Augen, der mit Hilfe einer Pumpgun und weniger markiger Worte (Böse Gerüchte behaupten, Arnold Schwarzenegger sei in seiner Zeit als Schauspieler etwas “Textschwach” gewesen :roll: ) die Hochzeitsgäste vor einem Zuckerschock zu bewahren versucht, indem er mit der bereits erwähnten Pumpgun, den Gästen die Torte um die Ohren fetzten lässt (Natürlich in Zeitlupe…Special Effects sind teuer und wollen entsprechend gewürdigt werden ;-) ).

Konsequenterweise müsste man dann das obilgatoristische Gruppenbild der Hochzeitsgesellschaft, was ja aus jeden Menge Head- und Fullbodyshots besteht, ein Weddingguestsmassacre nennen…Oder :twisted: ???

Was hat das mit meinem Selbstporträt zu tun? Fast gar nichts…Aber ich hoffe ihr hattet Spaß beim lesen :razz:


Mrz 4 2013

Nie wieder Glühwein!

Stell’ dir folgendes vor: Du hast dich doch wieder überreden lassen, mit auf den Weihnachtsmarkt zu gehen, es war saukalt, die Dauerberieselung mit der  1001sten Version von “Stille Nacht” hat dir, wie durch die zärtlichen Hand eines Engels, den Grossteil deines Verstandes (inkl. deinem Musik-Geschmack) aus dem Schädel gehämmert, du hast dir den Bauch mit überteuerten Süßkram vollgeschlagen und wolltest dann aus purer Verzweiflung den letzten schäbigen Rest deines in Agonie aufschreienden Verstandes in gepanschtem Glühwein ersaufen, kommst nach Hause und stellst (“Heute Kinder wird’s was geben..” vor dich hinlallend) fest, dass es erst 14:00h sind, kannst es nicht glauben und machst die Balkontüre auf, schwankst einen Schritt zurück…Dann sieht die Außenwelt für dich so aus

Rosenstrasse02

 

und du denkst: Nie wieder Glühwein :lol:

 


Mrz 3 2013

Pleiten, Pech und Panos…

Der Titel ist pure Übertreibung, aber mir gefiel das Wortspiel :oops: . Ich war (und bin) nicht Pleite und hatte extrem wenig Pech (eigentlich gar kein Pech) an dem Tag der Aufnahmen. Das Körnchen Wahrheit im Titel ist: Ich habe Material für gestichte Panoramen aufgenommen und war etwas hektisch… :roll:

EdingburghPanorama01

 

Wie schon in einer älteren Post geschrieben habe, hatte ich blöderweise kein Stativ dabei. Aus der Hand ging’ es auf den ersten Blick (auf das Display) ganz gut, erst später zu Hause am 24″ Monitor und 100% Anzeige bemerkte ich leichte Bewegungsunschärfe durch zu hektische Schwenks…Arrrgggh. Ärgerlich, trotzdem hat Photoshop® die jeweils 10-12 Aufnahmen zusammen “genäht” bekommen und die Aktion war nicht ganz umsonst :lol:

EdingburghPanorama04

Na ja, ich mag’ die Ergebnisse trotzdem, aber ich würde mich nicht trauen diese “Panorama-Snapshots” auf 2 Meter Breite ausdrucken zu lassen :-( . Da fällt die Unschärfe sofort extrem negativ auf. Bei dieser  Größe (800px Breite) hier im Blog jedoch, fällt das natürlich nicht so auf. Das Experiment hat auf jeden Fall Spaß gemacht und beim nächsten Versuch bin ich schlauer, benutzte ein Stativ und lass’ mir mehr Zeit für die Aufnahmen.

Ach ja, hier noch eine 2. Version von einem bereits auf dem Blog veröffentlichtem Bild.

EdinburghPanorama03

 

Myst® lässt mal wieder grüßen! Kennt ihr nicht? Dann “googelt” euch schlau ;-)

 

 


Feb 20 2013

Blue Lady

Koenigsforst09

Als ich das Bild “in der Mangel” hatte, dachte ich dabei an die Vorspänne der James Bond Filme, genauer gesagt die “Silhoutte-Girls” von Maurice Binder. Ich experimentierte mit verschiedenen Stempeln und Vektor-Grafiken in Verbindung mir Ebenenstilen herum und dieses Ergebnis gefiel mir dann am besten.

In meiner Jugend  gingen wir, mein damals bester Kumpel und ich, eine ganze Zeit lang jede Woche mind. 1-2mal ins Kino (Das war vor unserer jeweils ersten “festen” Freundin ;-) Ab dann war alles anders…Tja, die Hormone :cool: ). Es standen James Bond, Bud Spencer, Terence Hill und alte Klassiker wie Gozilla usw. auf dem Programm. In den Foyers der Kinos standen damals neben Popcorn- und Getränketheken auch der damals neueste Schrei: Videospiel-Automaten, meistens von Atari. Mann haben wir da mit Asteroids, Donkey Kong und natürlich Space Invaders Taschengeld verballert.  Berauscht von den Kämpfen mit Intergalaktischen Invasoren  (und der unglaublich groben Grafik dieser Pixel-Feuerwerke :roll: Wir hatten die Auge schräg stehen!) und neu bewaffnet mit Cola, Popcorn und Himbeerbonbons stürmten wir den Saal. Nach dem Film waren wir dann komplett in einer anderen Welt…Das war einfach Klasse!

Die Atari-Klassiker gibt es übrigens im iTunes-Store für kleines Geld für’s iPad. Die Grafik ist immer noch bescheiden, aber die Erinnerung zählt…Boah, ist das lange her!

 


Feb 19 2013

Startbahn in den Himmel…?

Hier hab’ ich aus der Not ein Tugend gemacht.

Frei nach dem Motto:”Wenn du zu nah’ an einem verdammt großen Gebäude stehst, übertreib’ bzw. verstärke die (meistens) ungünstige Perspektive, leg’ dich auf den Boden, geh’ auf Weitwinkel und fotografiere von dort!”

KoelnerDom15

 

Gedacht – Getan: Zack, lag’ ich auf dem Rücken im Dreck und hielt, getrieben von meinem Überlebensinstinkt,  erstmal die Luft an. Wow…Himmel und Hölle, das hab’ ich in der Konzentration noch nicht gekannt (Und ich meine nicht den optischen Eindruck)!

Wie jede Kirche, so scheint auch der Kölner Dom förmlich danach zu schreien :”Bitte, bitte lieber Passant. Bleib’ stehen und piss mich an!”  Unglaublich, welcher Gestank :shock: mich in Bodennähe umfing…Nein, regelrecht einkesselte! Aber, was tut man nicht alles für die Kunst :lol: 1,94 meter Mensch, auf dem Rücken, vor dem Dom, läuft langsam aber sicher grün an und fotografiert ein Weltkulturerbe aus der Perspektive eines Dackels…Na Prima :roll:

Danach ging’s erstmal in’s Päffgen Brauhaus in der Salzgasse (Altstadt). Lecker Kölsch, ein mitleidiges Lächeln von meinem Schatz (Sie ist solche Aktionen von mir gewöhnt) und dazu extrem gutes Essen brachten mein Riechorgang wieder auf Kurs.

Zurück am iMac: Neuer Himmel, Sonneneffekt, Farbbalance, Sepia-Farbverlauf und Mikrokontrastverstärkung bis zum Anschlag in Photoshop.