Feb 20 2013

Blue Lady

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Als ich das Bild „in der Mangel“ hatte, dachte ich dabei an die Vorspänne der James Bond Filme, genauer gesagt die „Silhoutte-Girls“ von Maurice Binder. Ich experimentierte mit verschiedenen Stempeln und Vektor-Grafiken in Verbindung mir Ebenenstilen herum und dieses Ergebnis gefiel mir dann am besten.

In meiner Jugend  gingen wir, mein damals bester Kumpel und ich, eine ganze Zeit lang jede Woche mind. 1-2mal ins Kino (Das war vor unserer jeweils ersten „festen“ Freundin 😉 Ab dann war alles anders…Tja, die Hormone :cool:). Es standen James Bond, Bud Spencer, Terence Hill und alte Klassiker wie Gozilla usw. auf dem Programm. In den Foyers der Kinos standen damals neben Popcorn- und Getränketheken auch der damals neueste Schrei: Videospiel-Automaten, meistens von Atari. Mann haben wir da mit Asteroids, Donkey Kong und natürlich Space Invaders Taschengeld verballert.  Berauscht von den Kämpfen mit Intergalaktischen Invasoren  (und der unglaublich groben Grafik dieser Pixel-Feuerwerke 🙄 Wir hatten die Auge schräg stehen!) und neu bewaffnet mit Cola, Popcorn und Himbeerbonbons stürmten wir den Saal. Nach dem Film waren wir dann komplett in einer anderen Welt…Das war einfach Klasse!

Die Atari-Klassiker gibt es übrigens im iTunes-Store für kleines Geld für’s iPad. Die Grafik ist immer noch bescheiden, aber die Erinnerung zählt…Boah, ist das lange her!

 


Feb 19 2013

Startbahn in den Himmel…?

Hier hab‘ ich aus der Not ein Tugend gemacht.

Frei nach dem Motto:“Wenn du zu nah‘ an einem verdammt großen Gebäude stehst, übertreib‘ bzw. verstärke die (meistens) ungünstige Perspektive, leg‘ dich auf den Boden, geh‘ auf Weitwinkel und fotografiere von dort!“

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Gedacht – Getan: Zack, lag‘ ich auf dem Rücken im Dreck und hielt, getrieben von meinem Überlebensinstinkt,  erstmal die Luft an. Wow…Himmel und Hölle, das hab‘ ich in der Konzentration noch nicht gekannt (Und ich meine nicht den optischen Eindruck)!

Wie jede Kirche, so scheint auch der Kölner Dom förmlich danach zu schreien :“Bitte, bitte lieber Passant. Bleib‘ stehen und piss mich an!“  Unglaublich, welcher Gestank 😯 mich in Bodennähe umfing…Nein, regelrecht einkesselte! Aber, was tut man nicht alles für die Kunst 😆 1,94 meter Mensch, auf dem Rücken, vor dem Dom, läuft langsam aber sicher grün an und fotografiert ein Weltkulturerbe aus der Perspektive eines Dackels…Na Prima 🙄

Danach ging’s erstmal in’s Päffgen Brauhaus in der Salzgasse (Altstadt). Lecker Kölsch, ein mitleidiges Lächeln von meinem Schatz (Sie ist solche Aktionen von mir gewöhnt) und dazu extrem gutes Essen brachten mein Riechorgang wieder auf Kurs.

Zurück am iMac: Neuer Himmel, Sonneneffekt, Farbbalance, Sepia-Farbverlauf und Mikrokontrastverstärkung bis zum Anschlag in Photoshop.


Feb 18 2013

Die Britische Expedition

„Anno  Tobak“ wie man so sagt…Ok, Ok…Dafür ist es zu scharf, hat ein zu feines Korn und überhaupt…

Affe_am_Baum_72dpi_SW

 

…aber der Titel dieses Beitrags bzw. der Look dieser alten Bilder „spukte“ mir während der Bearbeitung im Kopf herum. Stellt euch dazu zwei englische Colonial-Majors mit extravaganten Backenbärten, langen Wollsocken trotz  45° C im Schatten und 95% Luftfeuchtigkeit, kurzen Hosen, komischen Tropenhelmen, immer ein Reitgerte eingeklemmt unter der linken Achsel vor! Als Krönung die obligatorische „Stiff Upper Lip“ und zu alle dem ein leicht blasiert-gelangweilter Kommentar wie z.B. „Oh, Stuart schau mal, was für eine skurile, haarige Kreatur. Fabelhaft…Indeed! Sei so gut mein Bester, und mach‘ bitte ein Foto davon, für’s British Museum“

Ah, Moment, das erinnert mich wiederum an den Laurel & Hardy Film „Wir sind vom schottischen Infanterieregiment“ aus dem Jahr 1935. Herrlich, muss man gesehen haben, wie die beiden diese ganzen schottisch/britischen Armeefloskeln auf den Arm nehmen. Aus der heutigen Sicht ist der Humor natürlich antik…Hat trotzdem immer noch was faszinierendes.

Wie meine Frau immer wieder sagt: „Stan ist der einzig wahre Held“ 😆 Keine Frage, Recht hat sie!

 


Feb 13 2013

Der Kölner Dom

Diesmal gibt es keinen (mit reichlich Sarkasmus angereichten) Exkurs in die Vergangenheit…

Einfach ein Bild vom Kölner Dom. Genauer gesagt von einem Detail dieses Monument der Gotik.

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Man sieht den Kölner Dom und ist zunächst von der schieren Größe dieses imposanten Bauwerks beeindruckt. Später dann, wenn man sich nur ein wenig mehr Zeit nimmt, ist man mehr und mehr faszinieret von der Liebe zum Detail, welches die Künstler in dieses Bauwerk gesteckt haben. Hier seht ihr eines dieser (fast) unzähligen Details bzw. Beispiele abendländischer Bildhauerkunst, manifestiert in Stein, liebevoll restauriert und am Leben erhalten durch die Handwerker der Kölner Dombauhütte. Auch wenn man, so wie ich, in keinster Weise mit der Römisch Katholischen Kirche konform geht, muss man dem künstlerischen Aspekt dieser Sakralbauten und der Leistung deren Erbauern, Respekt zollen.


Feb 11 2013

Ein Willi auf ’nem Pferd hinter ’nem Baum

Wilhelm

 

Ich nenn‘ ihn einfach Willi…Friedrich Wilhelm Viktor Albert von Preußen ist bzw. war sein vollständiger Name. Er weihte als „Wilhelm der II., Deutscher Kaiser (von Gottes Gnaden) und König von Preußen“ am 22. Mai 1911 die „neue“ Kölner Hohenzollernbücke ein. Das machte ihm bestimmt enorm viel Spaß, da er, neben drei seiner bereits zu den Ahnen abberufenen Königs- und Kaiserkollegen, sein eigenes Standbild in heroischer Pose vorfand…“Quel Surprise“ , wie der oft von ihm herangezogene „Erbfeind aller Deutschen“ gesagt hätte. Der 1. Weltkrieg inkl. Niederlage und Reparationszahlungen war noch fern, der blutige Sieg im Jahrhundert davor über Frankreich noch nicht ganz vergessen (Von beiden Seiten, da wette ich drauf). Die quälenden Reitstunden seiner Kindheit inkl. der zahlreichen und extrem peinlichen Stürze  vom Pferd lagen schon lange hinter ihm, sein einsamer Tod im niederländischen Exil  als gesuchter Kriegsverbrecher und der für alle beteiligten Völker katastrophale 2. Weltkrieg inkl. Holocaust wurden erst ein paar Jahrzehnte später fester Bestandteil seiner Albträumen, welche erst am 4. Juni 1941 mit seinem Ableben ihr unrühmliches Ende fanden. Auf den Punkt gebracht: Dem Willi ging’s am Tag der Einweihung „kaiserlich“ gut 😆 und die Sonne schien im aus dem…Ihr wisst schon :-). Wenn da nicht die Gerüchte und lästerlichen Bemerkungen der Opposition über seine extrem „undeutsche“ Behinderung (Linksseitige Armplexus-Lähmung) und diese nörgelnden Politiker und Sozialreformer im Reichstag gewesen wären…

Für die einen war er ein unfähiger Kriegstreiber…Für die anderen hingegen, der letzte leuchtende Stern am Firmament der deutschen Aristokratie und Stammhalter einer glorreichen Dynastie.

Na ja…und für mich persönlich nur einer der viel zu zahlreichen armen Willis auf diesem Planeten und als Denkmal, im wahrsten Sinne dieser Wortkombination: „Denk‘  mal (nach)“, ein lohnendes „Modell“ aus der Vergangenheit.

Genug davon, zur Technik: Canon 450D®, Canon 17-85 EFS, Entwicklung in Lightroom®, neuer Himmel und Dramatik in Photoshop®, „Herbststimmung“ des Baumes und „Patina Extreme“ mit Hilfe von Nik’s ColourEfexPro® PlugIn. Ich finde das Motiv immer noch witzig, weil es für mich immer so aussieht, als ob der Willi jeden Moment quicklebendig aus einem Busch heraus „gehüpft“ kommt und einen heroischen Spruch aus dem Hause Hohenzollern vom Stapel lässt.

Nä, dä Willi..Dat wor ne Typ 🙄


Feb 10 2013

Jazz on Carnaby Street

Snapshots2005-2008_1561Ich muss so um die 12-13 Jahre alt gewesen sein, als ich zum ersten mal auf der Carneby Street in London meine neugierige Nase in jeden Laden gesteckt habe und mein damals noch radebrechtes Englisch an jedem ausprobiert habe, ob er/sie wollte, oder nicht ;-). 2008 gab‘ es ein Wiedersehen und ich war total enttäuscht, was aus dieser geschichtsträchtigen Strasse von einst geworden ist. Der Strassenmusiker stimmte mich versöhnlicher…Wenn es eine unabänderbare Tatsache im Leben gibt, dann die, dass sich alles ändert und nichts so bleibt wie es in unseren Erinnerungen einst war :(.

Anders gesagt: Alles ist vergänglich…Das gilt glücklicherweise auch für schlechte Zeiten! Carpe Diem und mach‘ das beste draus!

Aufgenommen 2008 mit einer Nikon Coolpix 2200®. Nachbearbeitung, vor ca. 5 Minuten (Belichtung, Ausschnitt, Schärfe, SW-Konvertierung, Kontrast, Teiltonung und manuelle Objektiv-Korrektur) in Lightroom®.

 


Feb 9 2013

GO

Neben „Fluss in Ägypten“ ist „Japanisches Brettspiel mit zwei Buchstaben“ wohl die berühmteste Frage in einem Kreuzworträtsel. Mich fasziniert das Spiel schon seit einigen Jahren…äääh… genauer gesagt seit mehr als zwei Jahrzehnten! Leider ist die Beschäftigung mit GO in meinem täglichen Leben, immer wieder über Jahre hinweg stark ins Hintertreffen geraten. Aber als ich mit der Fotografie und Composing von Stillleben experimentieren wollte und dafür interessante Objekte in unserer Wohnung suchte, fiel meine Wahl sofort auf mein GO-Set.

Goban

 

Leider ist meine Bibliothek an GO-Lehrbücher größer als mein Können (Ich „dümpel“ schätzungsweise auf 12 kyu rum) 🙁 aber ich bleibe dran und werd‘ dieses Jahr hoffentlich endlich die Zeit (und den Mut) finden mich zu einem Turnier anzumelden. Egal, der Weg ist das Ziel.  Alleine schon das Nachspielen einer GO-Partie eines Meisters wie z.B. Shusaku macht Spaß. Die Beschäftigung mit GO öffnet und ordnet den Geist in vielerlei Hinsicht und schafft neue Perspektiven…Hört sich „geschwollen“ an, ist aber so. Probiert es einfach mal selber aus.

Mehr Infos findet ihr u.a. beim Deutschen Go Bund e.V. und natürlich im Internet (z.B.  YouTube®). Spielmaterial und Bücher findet ihr u.a. beim Hebsacker Verlag.


Feb 8 2013

New York, New York…Hinterhof, die Zweite!

Während draußen, der zeitlich begrenzte, aber denoch unglaublich spontane und darüber hinaus vollkommen unvorhersehbar individualistische „Frohsinn auf Knopfdruck“ seinen Lauf nimmt und dem närrischen Höhepunkt zu strebt, und mich langsam (zu langsam für meinen Geschmack), aber sicher die Grippe  wieder aus ihren Fängen lässt, erinnerte ich mich an diese Aufnhame bzw. dieses Projekt.

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Eigentlich nur ein Snapshot, an dem ich einige damals für mich (noch) neue Techniken ausprobiert habe. Uli Staiger, Calvin Hollywood und natürlich Pavel Kaplun standen Pate und schlugen nach dem „Schöpfungsakt“, die Hände über dem Kopf zusammen…Also, hätten sie, wenn Sie davon gewußt hätten. Na, ja mit „Übung rührt man Kleister“…Oder so. Ich war damals stolz und gefallen tut es mir immer noch. Ist halt ’ne Studie…Nicht mehr, aber auch nicht weniger 🙂


Feb 1 2013

Der Tempel

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Tempel, Gebetsstätte, Kirche, Ort der Besinnung…Gebäude dieser Art haben viele Namen. So eine Konstruktion (für eine Kirche) habe ich vorher noch nie gesehen. Begeistert bin ich, mit meinem 10mm f2.8 Fisheye Objektiv von Sigma an meiner Canon 45oD,  ca. 1 Stunde um das Gebäude „getanzt“ und habe alles mögliche ausprobiert. Kann ich nur jedem empfehlen, sich auch mal die Zeit zu nehmen und sich nur auf ein Gebäude bzw. Aufgabenstellung zu konzentrieren. Später habe ich dann per Objektiv-Korrektur in CameraRaw® die Verzerrung wieder rausgenommen, in Photoshop® den Himmel inkl. Sonne und Reflektionen in den Fenstern eingefügt, die Blumentöpfe zum glühen und dampfen gebracht und natürlich jede Menge Farb-, Kontrast- und Tonwertanpassungen vorgenommen.