Aug 15 2015

Rolltreppe

Dadaaaa!…Ein Rolltreppen-Duo in Schwarz-Weiss. Eines der klassischen Motive, welches in keinem Portfolio fehlen darf…OK, das sagen die einen!

Für die anderen ist es ein bereits vor mehr als einem Jahrhundert, also witzigerweise bereits  kurz nach seiner öffentlichen Präsentation und Inbetriebnahme (1895 im Vergnügungspark Conny Island), zu Tode geprügeltes Motiv, welches zum Wohle der Volksgesundheit aus den Galerien und Köpfe der Menschen endgültig und für alle Zeit entfernt werden sollte! Rolltreppe

Und was mach‘ ich? Ich seh‘ die Treppe, verlieb‘ mich in die Linien und Perspektive, denke schon im Voraus in Schwarz-Weiss und kann gar nicht  abwarten, das Bild Zuhause in Lightroom® zu „entwickeln“, in Photoshop® zu retuschieren und schließlich mit Hilfe von SilverEfexPro® in SW zu veredeln. Ooooooh Rolltrepp’…Je t’aime 🙂

Rolltreppen, Türen und Stadt-Architektur im Besonderen werden für mich persönlich niemals langweilige und abgehalfterte Motive sein…Es wird nur immer schwerer den wachsenden eigenen Ansprüchen gerecht zu werden, aber daran wächst man und findet seinen eigenen Stil (Was auch immer „Eigener Stil“ für den einzelnen darstellt…OK, ich hab‘ da etwas geschwafelt 😉 ).

Also, keine Angst vor klassischen Motiven! Angst, Panik und spontane Übelkeit sollte man hingegen verspüren, wenn man sich selbst dabei ertappt, es allen Recht machen zu wollen, um möglichst viel Bestätigung und Lob der Community einzuheimsen. „Voted„, „Likes“ und „Awesome Shot!“ halten nur kurz vor und man braucht in immer kürzeren Abständen einen Schuss „Liebe und Anerkennung“ aus dem Netz…Lob als Droge!

Wehe mir, wenn alle Menschen mich loben!“ George Bernard Shaw (1856-1950), Schriftsteller


Aug 9 2015

Alcatraz lebt!

Alcatraz hat viele Namen: z.B. „Isla de Alcatraces„…Nein, Stop! So hat der spanische Forscher „Juan Manuel de Ayala  die ebenfalls in der Bucht von San Francisco gelegen „Yerba Buena Island “ getauft. Warum? Na, wegen der auf dieser Insel im Überfluss vorkommenden Vögel…“. Pelikane sollen gemeint worden sein. „Alcatraces“ steht im heutigen Spanish allerdings für Tölpel. Na ja, ob die Insel nach dem Toilettengang von ein paar tausend dieser großen Vögel (Große Vögel = Großes Guano!) noch so „buena“ war, wage ich zu bezweifeln 🙂 Egal ihm hat die Insel und deren tierische Population gefallen, Guano hin -Guano her! Beide Inseln liegen in der Bucht von San Francisco. Die eine kennt keine Sau – Die andere erbte 1826 den Namen „Alcatrazes Island„.
Alcatraz lebt!An der Stelle etwas für Klugscheißer und Wikipedia-Liebhaber wie mich: Das Wort „Alcatraz, stammt aus dem arabischen und steht für eine Art Pelikan…Und Zack wird ein Schuh aus der Namensgebung…Mauren bzw. Araber besetzen Spanien, hinterlassen Teile ihrer Sprache, Spanier fahren später über den Ozean und Schwupps wird aus „Alcatraces“ , „Alcatrazesund schließlichAlcatraz.

1933 erfolgte der Umbau zum „Knast der Knäste“ ….“ THE ROCK“ bekannt aus Film, Funk und Fernsehen!. Die Kundschaft dieses Etablissements hörte jede Nacht den Partylärm aus den nur 2,2 km entfernten Strassen und Bordellen des Rotlichtviertels San Franciscos, während sie in Ihren 2 X 3 Meter Zellen unter Tränen von den vergangen, „glorreichen Tagen als Superschurken“ nur noch träumen konnten.

Einer der Kunden war von 1934-1939 Al Capone, nachdem er aus  diversen anderen Haftanstalten rausgeflogen war, da er einfach nicht aufhören konnte, aus seiner jewiligen Zelle heraus seine blutigen Geschäfte weiter zu führen. Dieser syphilitische (er hat sich vermutlich bereits ca. 1928 bei einer Prostituierten angesteckt), völlig durch geknallte Psychopath, hatte insgesamt  11 Jahre abzusitzen. Nicht weil er etliche Menschen umgebracht oder deren vorzeitiges Ende in Auftrag gegeben hatte…Nein…Wegen Steuerhinterziehung und Geldwäsche! Daher gab es auch kein mehrfaches Lebenslänglich für ihn, sondern lediglich 11 Jahre Knast und eine knackige Geldstrafe, welche er aber aus seiner Portokasse zahlte. Trotzdem ihm die Syphilis langsam aber sich ins Hirn kroch, konnte er sich, abgesehen von einigen unkontrollierten Gewaltausbrüche gegen seine Zellengenossen – Welche die Wärter vermutlich eher unterhaltsam als störend empfanden – soweit zusammen nehmen, so dass er bereits am 6. Januar 1939, vorzeitig wegen guter Führung, entlassen wurde. Seine Zeiten als der „Big Boss“ waren vorbei, alles hatte sich verändert, andere hatten in seiner Abwesenheit sein Erbe angetreten und nun das Sagen in der Unterwelt! So wurde er  „Privatier“ und starb 8 Jahre später im Familienanwesen im sonnigen Florida nicht an Syphilis (oder passend für einen Gangster seines Kalibers im Kugelhagel) sondern an einer simplen Lungenentzündung.

„The Rock“ wurde offiziell am 21. März 1963 von dem damaligen Präsidenten J.F. Kennedy geschlossen, aber in einer Vollmondnacht konnte ich dieses Beweisfoto (natürlich unter Einsatz meines Lebens!), machen:

Alcatraz Lebt!


Aug 8 2015

Golden Gate Bridge

Urlaub mit Frau (aka „Alphaweibchen“) und Kamera ist, nach 15 jähriger Langzeitstudie, ein Ding der (Fast-)Unmöglichkeit.

Man(n) hat sich gerade in ein Motiv „verbissen“, das Licht stimmt, die Bildkomposition ist ein Traum (Auf jedenfall in der eigenen Fantasie -Ego sei Dank;-) ), nuuuur noch 10 weitere Belichtungs- und Tiefenschärfevarationen, da wird Frau doch aus „heiterem Himmel“ ungeduldig:“ Kommst du jetzt…?“. Man(n) schaut auf die Uhr, stellt fest, dass das geliebte Eheweib sage und schreibe 30 Minuten geduldig, ohne zu murren gewartet hat, aber jetzt recht zügig,  jeglichen „Respekt & Toleranz“ vor der Kunst des Göttergaten verliert…Wer will es ihr verübeln?


Golden Gate BridgeNa ICH zum Beispiel!!
. … Das heißt, nur für den Bruchteil einer Sekunde, bevor meine normale Gehirnaktivität inkl. schlechtem Gewissen einsetzt, ich ihr innerlich Recht gebe und hektisch die schlechte Laune meiner Augenweide wieder auf ein für beide erträgliches Maß versuche zu heben: „Ach Schatz, schau mal da ist ja Macys…Da wollte ich schon immer mal mit dir durch die Gänge schlendern“ – Ok…Das ist zu 80% gelogen…Aber zu 100% erfolgreich…Fast immer ;-). Sie weiss es, dass ich es weiss, dass Sie es ….usw.

Wie in allem ist „Prävention“ die beste Lösung gegen Frust und Ehestreit:

1. 80% Aufmerksamkeit der geehrten Gattin schenken
2. 10% der Motivsuche
3. 5% sich (möglichst) nicht überfahren lassen
4. 5% Bildausschnitt wählen, Tiefenschärfe wählen, fokussieren und Auslösen

Ach ja, gut zu Fuss zu sein hilft auch, da man(n) ständig wie ein Hund am Strand hin und her rennt: Mal hinter dem Stöckchen…äääh… zum Motiv voraus, um mehr Zeit mit einem Motiv verbringen zu können, oder der Frau seiner Träume hinterher, weil man(n) mal wieder zu lange an einem Motiv verbracht hat (s. Anfang des Artikels) und die Dame des Herzens bereits einen Block Vorsprung hat.

Das Bild habe ich auf einer Hafenrundfahrt geschossen. Anvisieren mit 50mm Festbrennweite, warten und kurz vor dem „perfekten“ Bildauschnitt den Auslöser gedrückt halten (Brrrrrrrrt…Zack, 5-10 Bilder im Kasten). Danach, zuhause den perfekten Shot aussuchen(oder alles Löschen-Weil Schrott 🙁 ), noch 1-2 Stunden Lightroom® und Photoshop®..Voila: Klasse Urlaubserinnerung…ohne Beziehungsfrust 😉

Ja, der vermählte „Künstler“ hat es nicht leicht 🙂


Aug 2 2015

SF Japanese Tea Garden

Mitten im San Francisco Golden Gate Park findet man den Japanese Tea Garden. Japanese Tea GardenDer existiert dort schon seit 1894 und hat einige turbulente Episoden (s. Wikipedia US) hinter sich. Für mein Alphaweibchen und mich war das der absolute Höhepunkt unseres Ausflugs. Mit dem Linien-Bus, raus aus dem Touristentrubel an der Fisherman’s Warf, rein in die Ruhe des Golden Gate Parks und zur Abrundung einen exzellenten Sencha mit japanischen Leckereien im stilvollen Tee-Haus, inkl. Blick auf einem der wunderschönen Teiche des Garten…Einfach grossartig. Wir waren Mitte März dort. Kann sein, dass sich das in den Sommermonaten etwas anders darstellt (evtl. mehr „Volk“ unterwegs), aber deshalb fährt man ja ausserhalb der Hochsaison in eine Stadt wie San Francisco.

Trotz der tollen Farben der Kirschblüten, Büsche, Brücken, Pagoden und Teiche inkl. Kois, entschied ich mich für diese „Hinterhof-Scene“ und Schwarz-Weiß. Hm…Das als Print auf Leinwand sieht bestimmt klasse aus..Na , mal sehen.

Ok, das war der seriöseste Kommentar, den ich je geschrieben hab‘ 🙂 Lieg’s am Wetter, an Schwarz-Weiß, der Mondphase…Ich hab‘ keine Ahnung, was da in mich gefahren ist 😉

 


Jan 11 2015

Erleuchtung? … Ne, echt jetzt?

Mipa-San und Apim-San. Dahrma-Zwillings-Brüder auf der Suche nach Frieden, Erleuchtung und einem blitzblanken Zendo.

Erleuchtung

Tonnenweise Bücher über Samadhi, Sabi, Wabi und Putztechniken der höchsten Stufe haben die  beide regelrecht verschlungen und unzählige Zafus durchgesessen. Nachdem die beiden jeden Roshi  auf diesem Planeten mit ihren Fragen über Satori, den Sinn des Lebens und der Antwort „42“ in den Wahnsinn getrieben hatten, haben diese Typen durch einen unglaublichen Zufall (der so unglaublich ist, das ich erst gar nicht versuche  werde, hier davon zu berichten) ein kleines Bergkloster anvertraut bekommen und glaubten sich am Ziel Ihrer Wünsche…“Instand-Erleuchtung“ auf dem Dach der Welt…OK, der eine lebt jetzt seinen Putzfimmel komplett aus und der andere hat seine täglichen Satori-Momente, wobei das regelmäßige Auftreten dieses scheinbar unerreichbaren Zustands der Klarheit und des Verstehens der Sache etwas den Reiz nimmt…That’s Life


Jun 7 2014

Goldesel…das war gestern!

Schlagzeilen aus dem Sagen- und Märchenreich:

„Inflation macht auch vor uns nicht halt!“

„Abwertung der Golddublone!“

„Goldesel-Zucht vor dem Aus!“

„Sind vier Mägen besser als einer?“

„Untergang oder Neuanfang?“

„Neuer Durchbruch…Strenge Sake & Whiskey Diät bringt die Rettung!“

Verwirrung und Panik herrschen im Reich der sich selber deckenden Tische, Kinder verspeisender Hexen, Schlagstöcke aus dem Rucksack und Wundern aller Art! Der Wertverfall der Dubblone unterstützt den Ruf, um nicht zu sagen das Flehen nach Innovation und Wiederherstellung von Reichtum und Wohlstand in der parallelen Dimension.

Um ein Haar wäre Fantasien nicht mehr liquide gewesen und hätte den Bankrott ausrufen müssen, wäre da nicht ein unerschrockenes Forscherteam des renommierten Gebrüder-Grimm-Instituts gewesen, welches die Goldproduktion zu neuen Höchstwerte aufsteigen ließ:

„Kuh statt Esel“

„Sake & Whiskey statt schnödem Stroh“

„Goldbarren statt läppischer Münzen“

Rettung in letzter Sekunde…Die Goldkuh!

„Gold und Silber lieb ich sehr, kann’s auch gut gebrauchen, hätt‘ ich doch ein ganzes Meer, mich darin zu tauchen! Braucht ja nicht geprägt zu sein…“ (Vereins-und Taschenliederbuch 1865)

Goldesel war gestern


Dez 1 2013

Besuch der Nachbarn…“Gleich scheppert’s“

Der Urlaub in Amrum hat nicht nur Erholung, frische Luft und sehr gutes Essen gebracht, sondern mich auch mit „frischem“ Rohmaterial für zukünftige Composings versorgt. Unter anderem jede Menge Pferde und Ponys. Ich hatte zwar auf Schafe und Rindviecher gehofft, die beiden Gattungen trifft man allerdings auf Amrum eher in Form von Lamm-Kotlets und saftigen Steaks auf seinem Teller, als auf einer Weide an. Ein paar Schafe und Rinder habe ich dann doch noch ausfindig gemacht…Da ist bestimmt was brauchbares dabei und ich habe auch schon eine Idee für das nächste Composing…Ob das aber diese Jahr noch was wird? Mal schauen. Hier erstmal mein neustes „Werk“:

Gleich_schepperts

Mit dem Titel, hab ich mich diesmal extrem schwer getan. Also, was ist hier los ? Ein Pferd inkl. ein paar Kumpels im „Schlepptau“ möchte dem Nachbarn, seines Zeichens Bassist (na, wat für en witziger Zufall) einen Besuch abstatten und es sieht so aus, als würde der Zossen von dem Gebrauch der Türklinken nicht all zuviel halten. Pferdeschädel gegen Glastür…Alles spricht für einen 10:0 Sieg . Der Hausherr hat bereits fluchtartig das Zimmer verlassen und im Zuge seines übereilten Abgangs, einen Stuhl umgerissen. Der Typ im Fernseher hält sich schon mal die Ohren zu, den: „Gleich scheppert’s!“

Ich bin mal gespannt, was für eine Story euch dazu einfällt…

Da Pferde oft aus dem Zügel flüchten, will ich doch lieber Geflügel züchten
Erich Mühsam, Fröhliche Kunst, 1 (2), Juli 1902, S. 180

 

 


Nov 7 2013

Schiffbruch

Schiffbruch

In den 80zigern des letzten Jahrhunderts gab‘ es so einige Modeerscheinungen und Innovationen. Neben seltsamer Klamotten, Haarschnitten und jeder Menge fast identisch klingender Synthesizer und Drummachine überladener (Auch liebevoll „Rums-Klatsche“ genannt) Pop-Produktionen, gab‘ es die ein oder andere Innovation im Bereich des Musikinstrumentenbaus.

Ned Steinberger (Sohn des US Physik-Nobelpresiträger Jack Steinberger), eigentlich gelernter Bildhauer und Möbeldesigner, stellte bei einer Auftragsarbeit für Stuart Spector (Gründer von Spector® Bass Guitars) fest, dass E-Bässe zum einen, fast immer einen unhandlichen großen Korpus haben und zum anderen zur Kopflastigkeit neigen. Verkleinert man den Korpus nimmt die Kopflastigkeit zu und die „Schwingmasse“ nimmt ab. Schlechte Bespielbarkeit und dünner Sound sind die Folge. Vergrößert man den Korpus, eliminiert man zwar die Kopflastigkeit aber durch das hohe Gesamtgewicht „eliminiert“ man leider auch die Bandscheiben und Schultern des Bassisten ;-). Ihm schwebte ein Instrument mit einem auf das Mindestmaß reduzierten Korpus vor, ohne die für den vollen Klang nötige Masse zu verlieren. Der Kopflastigkeit entging er, indem er die Mechaniken vom Kopf zum Korpus verlagerte. Keine Kopfplatte = Keine Kopflastigkeit! Mit Holz, dem traditionellen Material, konnte er seine Vision jedoch nicht verwirklichen. Er schaute sich bei den Flugzeugbauern um und fand was er brauchte.Mit Karbonfasern verstärkter Kunststoff war die Lösung für ihn. Nach einigen Prototypen war der Steinberger L2 Bass geboren. Spitzname: „Das Paddel“.

Viele Hersteller kopierten die Idee und der Markt war in kurzer Zeit überschwemmt mit Headless -Bässen (Status®, Schack®, Slapper®, Marleaux®, Hohner® etc.). Aber jede Welle verebbt irgendwann. Die Nachfrage ging plötzlich rapide zurück. Gibson™ kaufte Steinberger Sound ™ und nach und nach verschwanden die Headless-Bässe aus den Regalen und den Händen der Bassisten. Das Leo Fender Design (Fender®, MusicMan®, G&L®) war wieder die Norm, an der sich alles orientierten. Ausnahmen bildeten u.a Spector™ und Warwick™ (Wobei Warwick™ nach ersten Gehversuchen in Richtung Fender®- und Headless-Design, das bereits erfolgreiche Design von Spector’s  (eigentlich Ned Steinberger’s) NS-Spector®-Bässe fast zu 100% für seine Streamer®-Modelle erfolgreich kopierte. Mit dem Thumb®-Bass präsentierten Sie jedoch ein eigenständiges Modell. Super Sound, aber leider stark kopflastig…Schade 🙁 )

Genug Geschichtsstunde! Zurück zu diesem „Werk“, voller dramatischer Momente 😉 Eines Tages hatte ich mal wieder mein geliebtes „Paddel“, einen Steinberger XL2A® (pre Gibson), in der Hand und ein ziemlich platter Spruch aus längst vergangenen Musiker-Tagen kam mir wieder in den Sinn: “Hey, du solltest das Teil umtauschen. Die Kopfplatte ist abgebrochen und es sieht aus wie ein Plastik-Paddel“

Die fehlenden Bestandteile für mein Bild fand‘ ich übrigens auf Amrum. Klasse Insel, erstklassiges Essen in dem Ort Nebel und viel Bewegung und Entspannung zusammen mit meinem Alphaweibchen. War ein super Urlaub. So, ich muss wieder an mein Cintiq® „Zeichenbrett“. Das nächste Composing wartet schon…

 

Getier  und Bassisten zuerst“ Mipa-Sturmkrähe


Sep 14 2013

Buddha und die Dämonen

Buddha, ein Mensch aus Fleisch und Blut „wie du und ich“, der vor ca. 2.5000 Jahren lebte und ein Menge Gute Ideen hatte, und ein paar rüpelhafte, lamentierende Dämonen, welche sich um jeden Preis, Gehör verschaffen wollen. Buddha hatte bisweilen ein Problem, was wir alle schon hatten und kennen. Welches? Lest weiter…

Buddha_und_die_Dämonen

 

Vielleicht geht es euch ja von Zeit zu Zeit wie mir: Ich will gerade in Ruhe nachdenken, was ich so weiter vorhabe. Mich vieleicht entspannt  an ein Projekt machen…prompt umschwirren mich diverse „Dämonen“ und „Quälgeister“ und sülzen mir den Verstand weich:

1. Die Faulheit – Hey, jetzt sei mal locker! Das kannst du auch Morgen erledigen! Hol dir lieber was zu Trinken und zu Essen und knall dich vor den Fernseher! Denk‘ nicht weiter nach, der erledigt schon den Rest für dich und unterhält dich!

2. Die Selbstzufriedenheit – Mach‘ dir keinen Stress! Bleib‘ so wie du bist! Warum willst du in deinem Alter noch was neues lernen? Du bist schon O.K., so wie du bist!

3. Die Unsicherheit – Was machst du dir eigentlich vor? Du wirst nie so gut und erfolgreich werden, wie die Anderen! Die reine Zeitverschwendung ist das, was du mal wieder vorhast!

4. Die Gier nach Anerkennung – Das muuuuuss einfach allen gefallen! Aaaaalleeee werden das gaaaanz  Toll finden und dich dafür loben und lieben! Wenn nicht, bist du erledigt!

5. Der Neid – Wie machen die Anderen das nur? Das sind doch alles billige Tricks! Den Ruhm haben die sich nie im Leben verdient! Mit deren Mittel könntest du das auch hinbekommen…Aber so…Lern‘ zu tricksen wie die!!!

und hier kommt der Schlimmste von allen:

6. Die Angst sich zu blamieren – Das wird doch bestimmt nichts vernünftiges! Alle werden über dich lachen! Lass es besser direkt sein, versuch‘ es gar nicht und verkriech dich wieder!

Diese Rüpel lamentieren und zetern ohne Unterlass. Versuchen mir jegliche Kreativität aus dem Schädel zu hämmern. Mal lieblich bis sanftmütig, mal energisch bis herrisch. Diese verlogenen Kreaturen behaupten, sie wären meine Freunde und wohlwollenden Ratgeber. Es ist so einfach, deren einschläfernden Einflüsterungen zu erliegen. Einfach aufzugeben und sich dem tumben Trott zu ergeben… Falls sich mein Gewissen doch noch regt und fragt, was ich mir zum Teufel dabei denke, mein Leben auf diese Weise zu verschwenden, bin ich schnell mit diversen Erklärung bei der Hand, wie z.B. :

Dass ist der Einfluss der Gesellschaft, des Wetters, der Jahreszeit, meines Jobs oder meiner Mitmenschen. Ich kann da nichts dran ändern. Ich hab’s einfach nicht so drauf wie die anderen. Hätte ich mehr Geld, Zeit, Talent, Einfluss…bla, bla, bla… könnte ich bestimmt mehr aus meinen Leben machen…hab‘ ich aber nicht. Das ist halt mein Schicksal…Ach, und eigentlich bin ich damit ganz zufrieden. Alles andere ist einfach zu anstrengend. Das lass ich mir lieber im Fernsehen von anderen vorspielen…und verpenn mein Leben“

Diese Dämonen schleppt jeder von uns mit sich rum! Wir sind diese Dämonen und diese Dämonen sind Wir! Wir labern uns selber in den Schlaf!

Jeder von uns hat es daher selber in der Hand, all den einlullenden Einflüsterungen zu widerstehen, aufzuwachen und stattdessen seinen Inspirationen und kreativen Ideen zu folgen und ein glücklicheres Leben zu führen.

Es gibt nur eine Zeit, in der es wesentlich ist aufzuwachen – diese Zeit ist jetzt“  Siddhartha „Buddha“ Gautama 560 – 480 v. Chr. 

 

 

 

 

 

 

 

 


Jul 27 2013

Horsepower

…oder auf deutsch: „Pferdestärke“.

Heute versuche ich meinen bisweilen etwas schrägen Humor aussen vor zu lassen, auf jeglichen Sarkasmus zu verzichten und auf keinen Fall irgendwas in Richtung „Weisheiten aus Nah und (fern)Ost“ vom geistigen Stapel zu lassen :-). Nein…Heute geht’s um harte Fakten, schnelle Autos, Hengste mit einem Testosteronspiegel jenseits jeder Skala und um vorwitzige Erdmännchen, welche der Rausch der Geschwindigkeit ebenfalls gepackt hat und diesen Kick als blinde Passagiere, ausgestreckt auf dem Frontspoiler, geniessen.

Horsepower

 

Ein einsamer Highway in Nevada … ähh … genau genommen eine „einsame“ schottische Busspur im Zentrum von Edinburgh 🙂 … die Mähne des Zossen flattert im Fahrtwind, die Reifen qualmen, die Glut der Wüste … sorry, das ist ein Teil des Wattenmeer vor Bensersiel 😉 … Egal, wo war ich…Ach, ja die untergehende Sonne taucht die Szene in eine goldene Flut von Photonen und zollt somit ihren Tribut an dieses Meisterwerk der Renntechnik. Kraft und Eleganz, mühsam am Boden gehalten von martialischen Spoilern…Bla, bla, bla…Ich lach‘ mich immer wieder über Kommentatoren oder „Off Voices“ dieser Art schlapp 🙂 Herrlich!

Zurück zu den harten Fakten:

1. Pferdestärke oder PS geht auf Herrn James Watt zurück (Jawohl, der selbe Typ in Sachen Dampfmaschinen, Elektro-Watt usw.)

2. Testosteron, Ein Sexualhormon. Hat jeder in sich (Ja, auch die Weibchen!). Verantwortlich für den frühzeitigen Ausfall von Haaren und jeglicher ethischer Grundsätze 👿 Bei Sportlern übrigens seeeeehr beliebt 😉 Nein, nicht der Haarausfall sondern der kurzfristige Kick in den  „Mega-Power-Ich-Kann-Alles-Gang“!  Mehr Trieb als Ratio 😉 usw … Ihr wisst schon…Das „Richtige für Richtige Kerle

3. Zosse oder Hauspferd. domestizierte Form des Wildpferdes…Ok, ich hab‘ geschummelt. Dat Pääd (Kölsches Wort  für Pferd) in dem Bild ist ein Wildpferd. Genauer gesagt ein Prezewalski-Pferd „Born to be wild“ so zu sagen 😉

was sonst noch? Ach ja!

4. Nochwas zum allseits bekannte Begriff „Blinder Passagier„…Unglaublich, auch hierzu findet sich was auf Wikipedia 😮 Ich liebe diese Seite.

Ein gewisser Clarence Terhune war  laut Wikipedia der allererste Blinde Passagier, welcher in einem Luftschiff (Zu dieser Zeit das modernste Transportmittel und die „hipste“ Art den Atlantik zu überqueren), für „Lau“ wie man hier in der Gegend so schön sagt, den Ozean überflogen hat. Für relativ kurze Zeit war der gute Clarence im Jahre 1928 ein Star und ist nur knapp dem Knast  entgangen…Puh, Schwein gehabt.

Nicht alle hatten so viel Glück…Für einige blinde Passagiere z.B. auf Ozean-Schiffen ging‘ es bisweilen nicht so gut aus. Viele bekamen, was man so im Internet lesen kann,  die zweifelhafte Chance, den Ozean in seiner beeindruckenden Ausdehnung und Tiefe, ganz nah und in all seinen Facetten, im Rahmen eines unfreiwilligen Tauchgangs, zu „erforschen„. Je nach Wetter und Region war das ein kurzes, aber extrem intensives Lernerlebniss… :-). Wen auch im Atlantik ein eher einsames und ödes Unterfangen. Im Pazifik hingegen war man schnell per Du mit den einheimischen Raubfischen 👿 und die Einsicht in den jeweiligen Verdauungstrakt war im wahrsten Sinne des Wortes einmalig 😉 und final. Einfach gesagt: „Man ging über die Planke oder wurde Kielgeholt“

Es geht schon wieder los…Der Sarkasmus…Böser, böser Michael 👿 Schäm dich!

Das Foto des Rennwagens (Stewart Team F1 Car) stammt übrigens aus dem National Museum of Scotland. Ich hab‘ keine Ahnung, was an dem F1-Flitzer besonderes ist, ob das Team / der Fahrer eine ganz tolle Leistung auf den Asphalt gelegt hat oder warum  zum Teufel das Teil in einem Museum in Edinburgh zu finden ist…Keinen blassen Schimmer. Egal, ich wusste hingegen sofort, als ich es dort entdeckt habe, dass ich so was für meine  Photoshop® Collagen brauchen kann und schoss ein paar Bilder für mein Archiv.

Museen sind 1A Recourcen für solche „Klamotten“! Auf jeden Fall die, wo Fotografieren erlaubt ist 😉 Das National Museum of Scotland Edinburgh ist eins davon.