Jun 30 2013

Exodus – Das Finale Bild

Es ist vollbracht…Und jedes mal denk‘ ich: „Boah, war das viel Arbeit. Viel mehr, als beim letzten Bild…!“ Totaler Quark…Übrigens, wie so viele Gedanken, die ich mir so im Laufe des Tages mache 😉 . Und wenn ich träume wird das noch unterhaltsamer 😆 … Aber, das ist ein komplett anderes Thema und ich übertreibe mal wieder maßlos.

Also, wo war ich? Ach ja, ich jammerte mal wieder vor mich hin, wie viel Arbeit die Umsetzung meiner Ideen macht 🙄 Ja, ja, der „Künstler“ gebiert seine Werke unter „Schweiß und Tränen„, im Höllenfeuer seiner eigenen Inspiration 😈 … Vollkommener Blödsinn 😆 . Zum einen macht es Spaß und zum anderen, gehen mir Bilder dieser Art und dieses Umfangs immer leichter und flotter von der Hand. Ich muss viel weniger, als noch vor ein paar Monaten, überlegen und grüblen, wie ich das Bild bzw. die Vorstellung in meinem Kopf technisch in Photoshop® in ein Bild umgesetzt bekomme. Alles ist Gut, kein Grund zu jammern … Ich hab‘ jede Menge Spaß dabei 😛 und kann es nur jedem empfehlen. Genug Zeit und Buchstaben geschändet. Hier das Finale Bild:

Der Zoo

 

Eigentlich sollte das ganze in einer sonnigen und leichtherzigen Atmosphäre spielen, aber es kam anders 👿 Dunkle Schwaden verpesteter Luft türmen sich hochhaushoch (gibt’s das Wort überhaupt 😉 ? ) auf und wabern unaufhaltsam in Richtung der letzten existierenden Stadt. Siechtum, Verderben… DRAMA BABY, DRAMAAAAAAAABlade Runner® lässt grüßen … Apropos, Bodennebel:

Dabei erinnere ich mich an einen beliebten Spruch aus meiner (lang vergangenen) Zeit als Requisiteur an der Oper Köln: „Wenn der Regisseur gar nicht mehr weiter weiß, dann greift er gern zum Trockeneis“ Ein Brülller  … Oder ? Häh, sagt ihr ? Was ist denn daran sooo lustig … ? Ok, hier kommt die Erklärung zum Witz: Trockeneis in Wasser sorgt für einen herrlichen Bodennebel, ist billig und kaschiert Schwächen im Bühnenbild und der Garderobe … Aber zurück zur Apokalypse:

Der Mond rast auf die Erde zu. Der magnetische Schutzschirm löst sich auf. Die Atmosphäre macht sich mit einem kläglichen „Pfuitt“ langsam aber sicher aus dem Staub bzw. in den Weltraum davon. Raben kreisen, in froher Erwartung eines finalen Festmals, über der letzten Bastion der Menschheit. Die Straßen der einstigen stolzen Metropole, angefüllt von in kopfloser Panik herum irrender Menschen, liegen ausgebreitet, gleich einer Speisekarte, zu Füßen der Greifklauen dieser Aasfresser.

Nur ein Team von außerirdische Wissenschaftler, welche wir einfältigen Menschen fälschlicherweise für Insassen eines Zoos gehalten haben, beobachten die, für sie keineswegs überraschende Entwicklung der Ereignisse, gelassen. Sie wussten schon vor Jahrhunderten, dass es eines Tages so kommen würde und versuchten die Menschheit auf vielfältigste Weise zu warnen. Die Menschen interpretierten dies als Kunststücke niederer Lebensformen und sagten nur „Das hast du aber feiiiin gemacht!“ … Die Delphine hatten als einziges Mitglied der wissenschaftlichen Expeditionsgesellschaft einen kleinen Erfolg zu verbuchen. Sie überzeugten einen menschlichen Schriftsteller davon, eine Serie von Büchern über das nahende Ende zu verfassen. Die Buchserie wurde ein Erfolg, die Menschen lachten über Titel wie „Macht’s gut, und danke für den Fisch…“, wunderten sich, dass auf einen Schlag wirklich alle Delphine vom Planeten Erde verschwunden waren… Und verstanden nichts 🙁 … Wie so oft.

Die Delphinen warfen also als erste das Handtuch. Sie gaben es auf, die Menschheit retten zu wollen, und machten sich aus dem Staub.  Der Rest der Expedition hatte nach einiger Zeit auch die Nase voll, und machte sich ebenfalls, auf ihrer jeweiligen Scholle Land (inkl. diversen Souvenirs), auf den Heimweg … Sollen die 2 Beiner sehen, wie sie zurecht kommen.

Exodus, Movement of Jah People“ Bob Marley & The Wailers

 

 

 


Jun 19 2013

Exodus – Preview 3

Wenn ich den mal in den Zoo gehe, faszinieren mich die Affen am meisten. Egal ob in einer Dschungellandschaft oder auf dem obligatorischen Affen-Felsen. Ständig ist was los, alle interagieren miteinander und die Zeit vergeht wie nix, während ich das Gewusel beobachte. Mir kommt es so vor, als hätte jedes Mitglied der Affen-Gemeinschaft eine spezielle Aufgabe.

 

Affen

Es gibt den Wächter auf seinem erhöhten Beobachtungsposten mit dem nachdenklichen Gehilfen an seiner Seite. Am Fels klettern die Abenteuerer und Forscher und werden dabei von einem neugierigen Zuschauer beobachtet. Auch die Körperpflege kommt, wie man weiter hinten im Bild sieht, nicht zu kurz. Unter dem Baum werden die aktuellen Tagesthemen diskutiert oder ausgeschwiegen 😉 und rechts zeigt die Mutter ihrem Sprössling, wie man tanzt…

Nach den Affen kommen für mich die Giraffen. Wie die ihre extrem langen Beine und Hälse koordiniert kriegen ist mir ein Rätsel. Die Interaktion ist nicht soooo spektakulär, wie bei anderen Insassen des Zoos. Hier fasziniert mich eher die Eleganz und Gracie, mit der sich diese Schönheiten bewegen, die Blätter von den Bäumen rupfen oder einfach nur daliegen und diese seltsamen Zweibeiner hinter der Absperrung beobachten.

Giraffen

 

Ich muss da immer an Tänzerinnen einer Las Vegas Show denken…Ok, für manchen weit hergeholt, aber im Reich meiner Fantasy der ganz normale „Wahnsinn“ 😆

Apropos Gelenkigkeit der Giraffen. Hier noch ein prima Beispiel dafür, was ich in eine meiner ersten Collage eingebaut habe

20120414Composing01

 

Falls jetzt jemand denkt :“Mit Photoshop® kein Problem, das hat der doch so hingebogen…“ muss ich euch enttäuschen. Das können Giraffen wirklich aus dem Stand und ich hatte einfach das Glück, genau im richtigen Moment da zu sein und abzudrücken. Ja, Juckreiz treibt auch Giraffen zu Akrobatischen Höchstleitungen, welche eines Schlangentänzers würdig wären… 🙂

Rheinländische Weisheit des Tages: „Jöck is schlimmer als Ping„*

*Juckreiz ist schlimmer als Schmerz


Feb 18 2013

Die Britische Expedition

„Anno  Tobak“ wie man so sagt…Ok, Ok…Dafür ist es zu scharf, hat ein zu feines Korn und überhaupt…

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…aber der Titel dieses Beitrags bzw. der Look dieser alten Bilder „spukte“ mir während der Bearbeitung im Kopf herum. Stellt euch dazu zwei englische Colonial-Majors mit extravaganten Backenbärten, langen Wollsocken trotz  45° C im Schatten und 95% Luftfeuchtigkeit, kurzen Hosen, komischen Tropenhelmen, immer ein Reitgerte eingeklemmt unter der linken Achsel vor! Als Krönung die obligatorische „Stiff Upper Lip“ und zu alle dem ein leicht blasiert-gelangweilter Kommentar wie z.B. „Oh, Stuart schau mal, was für eine skurile, haarige Kreatur. Fabelhaft…Indeed! Sei so gut mein Bester, und mach‘ bitte ein Foto davon, für’s British Museum“

Ah, Moment, das erinnert mich wiederum an den Laurel & Hardy Film „Wir sind vom schottischen Infanterieregiment“ aus dem Jahr 1935. Herrlich, muss man gesehen haben, wie die beiden diese ganzen schottisch/britischen Armeefloskeln auf den Arm nehmen. Aus der heutigen Sicht ist der Humor natürlich antik…Hat trotzdem immer noch was faszinierendes.

Wie meine Frau immer wieder sagt: „Stan ist der einzig wahre Held“ 😆 Keine Frage, Recht hat sie!