Mai 12 2013

Duo

Tja, jetzt sind schon ein paar Jahre vergangen, seit dem ich aus dem „aktiven“ Musiker-Zirkus ausgestiegen bin und „nur“ noch in meinem Homestudio Musik mache. Nach ein paar Monaten kompletter Abstinenz vom Bass- und Stickspielen, fing‘ ich wieder an zu üben und fand‘ meine alte Begeisterung und Spaß an der Musik wieder. Dank‘ Aebersold Play-A-Longs, Logic und natürlich jeder Menge CD’s (alle in iTunes archiviert) wird mir beim Üben, Ausprobieren und Aufnehmen nie langweilig.

Aber iMac, Logic, iTunes, Garageband und Co. KG  alleine wurden mit der Zeit etwas eintönig 😉 und vorhersehbar. Also inserierte ich in diversen Musikzeitschriften und Foren im Internet und brauchte nicht lange zu warten. Darf ich vorstellen, mein Duo-Partner:

Duo

 

Ähnlichkeiten mit einem der (Neben)Darsteller aus dem Remake von Battlestar Galactica ist alles andere als zufällig. Nach Einstellung der Serie verfiel er in tiefe Depressionen und macht nun einen Selbstfindungsprozess durch. Er hofft eines seiner früheren Hobbys hilft ihm da weiter…Ich bin da ja skeptisch, wie man sieht, aber wer will einem Cylonen schon was abschlagen 🙂

Im Ernst: Ich bin gespannt, ob ich je wieder Lust auf eine Band bekomme. Ich glaub‘ eher nicht. Warum auch? Es war eine tolle, aufregende aber leider auch extrem nervige und frustrierende Zeit. Kommt mir heute vor wie ein ganz anderes Leben eines anderen Menschen, den ich mal kannte…Ich will nicht mehr zurück, das bin ich nicht mehr, wenn ihr versteht, was ich meine. Nie hatte ich in meinem Leben soviel Zeit wie jetzt, für meine „heimliche Liebe“, dem Jazz und dem Chapman Stick® (Das ist das „Ding“, was ich in den Händen habe). Regelmässiges Einkommen und keine Existensängste  steigern den Lebenskomfort übrigens auch ungemein 😉 Und Last but not Least, fand ich zurück zur Fotografie und heiratete die Liebe meines Lebens (nach 12 Jahren Training in Wilder Ehe :lol:; Und wild war es bisweilen 😉 )…All‘ das würde ich für nichts in der Welt mehr eintauschen.

 

Laufe nicht der Vergangenheit nach und verliere dich nicht in der Zukunft. Die Vergangenheit ist nicht mehr. Die Zukunft ist noch nicht gekommen. Das Leben ist hier und jetzt

– Siddhartha Gautama aka Buddha


Apr 6 2013

Spiel einfach weiter…

egal wie abgedreht und surreal die Welt um dich herum ist, wird oder vielleicht schon immer gewesen ist…Immer weiter üben, spielen und niemals den Hunger nach neuem und den Spaß an der Musik / Kunst verlieren 😀 !

ChapmanStick01

 

Das war der Gedanke bei diesem Bild, macht aber nicht so viel her, wie das folgende „Pseudo Freud Geschwafel“. Aber zuvor schnell das „Psycho- und Kunstanalyse  für Dummies“ Buch aufgeschlagen und munter drauf los interpretiert 🙄

DISCLAIMER: Wer die folgenden Zeilen toternst nimmt und ohne jeden Sinn für Satirik & Humor sich einverleibt und dabei keine einzige Miene verzieht, ist erstens selber schuld und sollte zweitens zeitnah eine Gesprächstherapie bei dem Menschen seines/ihres Vertrauen anstreben 😆

Was bekommen wir hier zu sehen? Ein eitler Pfau besucht seine Roboter-Geliebte und ein putziges Erdmänchen schaut einem Typen zu, wie er ein ziemlich seltsames Instrument spielt…was wollte uns der Künstler verschweigen:

– Der Chapman Stick® (so heißt das Instrument übrigens) ist eindeutig phallisch…Oh, das fängt schon mal gut an. Phallisch ist  immer, d.h. für einige erst nachdem sie ein Wörterbuch gequält haben, ein „Brüller“ und bei Jung und nicht mehr so Jung immer noch sehr beliebt. Die perfekte Synthese zwischen „Erotik & Wissenschaft“ und darüber hinaus klingt Phallus nicht so „schmuuuuutzig“ 👿  wie einige anderen Bezeichnungen für dieses Teil der männlichen Anatomie 🙂 Und dann schwingt immer der Begriff „Pe…Neid“ mit…Ach Herrlich, aber weiter im Text…

– Der Pfau besucht in seinem besten Federanzug, seine bisweilen etwas kaltherzig und mechanische Geliebte. Er wirft kurz vor der Haustür noch einen gelangweilten Blick auf den Stickspieler im Hof…tja…ääääh…Ah jetzt hab‘ ich es: Eindeutig, Neid! Der Musiker empfindet Neid gegenüber seinen männlichen Mitbewerbern um die Gunst der Damen aus Nirostastahl®, und fühlt sich denen seit frühester Kindheit unterlegen. Der Pfau oben auf der Treppe des Lebens und der Musiker (Ab hier betiteln  wir die „arme Wurst“ als Patient) unten im Hof, Unterste Etage…Am Ende, Ganz unten…“Ende Gelände“ :-(. Er, der Patient, ist neidisch auf den Status und die dazu gehörenden Symbole (Extravagantes Federkleid, lange Feder(n) am Hinterteil, die man auf beeindruckende Weise aufrichten kann… etc.) und bringt dies in Form seines aggressiven „Underdressings“ mittels Rollkragen, Jeans und Turnschuhe und seiner herausfordernden Versunkenheit in der Musik und dem Spiel zum Ausdruck. Quasi das „Steve Jobs Memorial (Kampf)Outfit“…Ja ich weiss, Rollkragen ist kein Turtleneck…Aber wer will da so kleinlich sein :-). Klasse! Weg von der schnöden phallischen Erotik und mittels einem gewagten Kopfsprung mitten rein in das sozialkritische Flachwasser…Boing und Schädelbruch…Herrlich…und weiter geht’s auf unserer schwindelerregenden Achterbahnfahrt der Gehirnpupsakrobatik 😉 Es wird noch schlimmer 😈

– Was jetzt? Noch nicht drauf gekommen? Ist doch klar: Frauen haben für den Patienten einen Panzer aus Stahl, um ihr verletzliches Innerstes zu schützen und abzuschirmen…Nur durch die Augen, kann mann die Glut im Inneren der Damen erahnen. Mechanisch und abwartend lauern sie im Hintergrund und ziehen den Typen mit dem bunten Federanzug vor…Ah, wir kommen der Sache näher…Quasi dem Kern bzw. Inhalt der Dose (evtl. Wortspiele sind unbeabsichtigt und reflektieren nur die schmutzige Fantasie des Lesers). Weibliche Roboter…hm…mal was anderes und seit Metropolis®  nicht also oft anzutreffen in Kunst, Film und Stamtischrunden 😉 Legt eine Roboter-Dame Eier? Na, ja ich hab‘ den Pfau ins Spiel gebracht, also gehen wir mal im Zusammenhang evtl. Paarung von Pfau und  seiner Robotlady davon aus…Vieleicht legt sie ja dann Eierhandgranaten 😆 Na, war das ein Brüller? Ein Schenckelklopfer par excelence? Dieser billige Scherz inkl. unterirdischem Wortspiel seih mir verziehen. Ich bin mit Musik ist Trumpf, Der Blaue Bock und anderen TV-Shows der 70ziger und 80ziger  aufgewachsen…Das hinterlässt tiefe seelische Narben 😆 Aber keine Angst, das wird bestimmt noch schlimmer :mrgreen:  Stop, ich verzettle mich. Weiter geht’s zum vierten Teil und grandiosen Abschluss der „Bild-Analyse“.

– Wenden wir nunmehr unsere Aufmerksamkeit auf das putzige, neugierige und aufmerksame Publikum in Form eines einzigen Erdmännchen! Klar wie Kloßbrühe: Alleine der Größenunterschied zwischen Stickspieler und Publikum sagt doch schon alles 🙄 Der Patient (Musiker, Künstler etc.) fühlt sich seinem Publikum maßlos überlegen 😈 und kompensiert mit dieser Darstellung seiner selbst, seine tief empfundene Unterlegenheit gegenüber dem Pfau und seiner Geliebten, indem er das Publikum auf ein einziges, winziges, nervös piepsendes Erdmännchen reduziert, was mit unproportional großen Augen verzückt seinem Gedudel lauscht…Alleine schon die Positionierung im Mittelpunkt des Composings, Dead Center wie die Amerikanische Fachpresse dazu sagt ;-), bestätigt die egozentrische Grundhaltung des Patienten… 😆

Tja…Dann ist ja alles klar…Oder doch nicht?…Ach, wenn das alles so einfach wäre 😕

Waaaas? Ihr haltet das vorangegangen Geschreibsel für übertrieben? So was gib’s nicht? Dann schaut doch mal Freitag-Abends zur Prime Time in ein paar der  „Dummschwätzer-Talkshows“ rein. Jeder Promi, der es gerade nötig hat, Werbung für sich zu machen, wird dort eingeladen und gibt vor der versammelten TV-Nation, egal ob er oder sie Ahnung vom Thema der Sendung (z.B. „Naher Osten: Gibt es noch ein Chance für den Frieden?“ oder „Hat Aids die Gesellschaft verändert?“ etc.) hat oder nicht, sein oder ihr halb gares, emotional geladenes Pseudowissen inkl. Analysen der Situation in Kunst & Kultur und natürlich dem Weltfrieden zum Besten. Weltpolitik, Kunst, die eigene Kindheit, Gerüchte oder der nächste eigene Film /CD/Buch…You name it, werden hier auf  verblüffend hirnerweichende Weise eingebracht, simplifiziert, von den anderen Gesprächsteilnehmern und den Moderatoren kritisch analysiert, in einem Pott geworfen und mit dem Stimmungsmache-Löffel umgerührt…Hilfeeeee 😕

Noch besser sind Sorgentelefone, welche inkl. menschgewordenen Pyscho-Soziologen-Anrufbeantworter ihren Weg ins Fernsehen zu nachtschlafender Zeit gefunden haben…Egal, wenn die Masse daran Spaß hat…Prima, setzt euch davor….„Jeder wie er mag'“, so lange er/sie dem anderen nicht „weh“ tut…Peace 😛

 

PS.: Mehr zu dem Chapman Stick® findet ihr u.a. auf der Firmenwebsite  des Erfinders und Herstellers, Emmett Chapman und natürlich auf YouTube®. Ihr müsst unbedingt Bob Culbertson und Greg Howard in Aktion sehen!


Jan 30 2013

Der Bassist

Projekt_20120617_Bass01SW

 

So, jetzt mal ein aktuelleres Bild. Eine Farb-Version  habe ich das schon auf fotocommunity®, 500px und Flickr® veröffentlicht. Mittlerweile gefällt mir die SW-Version definitiv besser.

Hier zum Vergleich, das ganze in Farbe. So was in dieser Art muss ich unbedingt mit meinen anderen Instrumenten auch machen. Da könnte ich meine neue Lastolite-Softbox einweihen.

Projekt_20120617_Bass01

Das ist übrigens einer meiner Lieblingsbässe. Gebaut von Mike Lull (Mike Lull Custom Guitars; USA) persönlich. Ich habe nur die Pickups gegen Bartolinies ausgetauscht…Herrlicher Sound, niedrige Saitenlage, 3,8 kg Gewicht und 35″ Mensur. „A Blast From The Past“…Immer diese Anglezismen 😉