Vordertür – Hintertür

Früher, „In einem meiner vorigen Leben“  (So kommt es mir jetzt jedenfalls vor), lernte ich den ein oder anderen selbsternannten „Booker“, „Manager“ oder sich schlicht als  „Agent“ titulierenden Wichtigtuer kennen, welcher sich nach einigen erschnorrten Kölsch damit brüstete:

„...Hey, ich sach et dir! Wenn ich zur Vordertür rausfliegen schleiche ich zur Hintertür wieder in den Laden rein und mach den Gig  für euch klar…Eehrlisch…!„.

Front DoorBack DoorNach dem 10ten Kölsch, wurd‘ aus dem Gig (Auftritt) ein Plattenvertrag, nach dem 15ten Kölsch kam noch eine dicke Promotour mit Nightliner dazu und nach dem 20ten, kurz bevor er sich die ganzen Gerstenkaltschalen auf der örtlichen, im Keller gelegen Porzellanausstellung nochmal durch den Kopf gehen ließ, ein „3-Alben-Majorlabel-Vertrag“ mit garantiert enormen Vorschuss….Laaber, Laaber, Rülps und „Bäuerchen“ in’s „Schüsselchen“…Ende Gelände, jedenfalls für diesen Abend.

Traf‘ man den Typen dann ein paar Tage später wieder, was sich leider nicht immer vermeiden ließ, kannte er einen zwar nicht mehr, aber nach nur 5 Kölsch und der unausweichlichen Frage, ob man zufällig Musiker sei und was so bei einem „abgeht„, ging die ganze Geschichte wieder von vorne los (s.o.)…

Mit deinen Sprüchen ohne Ende, tapezier‘ ich in meinem Klo die Wände“ Frei nach einem kölschen „Krätzchen„.

Die Vordertür sieht ja noch ganz nett aus, wobei das Schild „Please do not Disturb“ einem doch zu denken gibt, ob man hier willkommen ist. Schleicht man jedoch zur Hintertür
, trifft man auf ein schweigsames Wesen an, welches einem ohne Worte zu verstehen gibt:“Versuche es nur…Wenn du unbedingt willst!

Hat auch was, den jetzt ist man sicher, hier nichts zu suchen zu haben…;-) und zieht seiner Wege, auf zu neuen Abenteuern und Blogposts 🙂

Wer eine Hintertür in sein Leben einbaut, gebraucht sie eines Tages als Hauptportal“ (Hans Arndt; 1909-1995 Deutsche Schriftsteller)

 


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